Mord an einem Avatar

In Japan hat eine 43-jährige Musiklehrerin die das dort beliebte „Maple Story“ spielt sich über die In-game Scheidung von ihrem Online-Ehemann aufgeregt – sich in dessen Account gehackt und dessen Char „ermordet“ (na gut, „nur“ gelöscht). Jetzt steht sie deshalb vor Gericht.

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Dulcinea

Zwar hat der Geschädigte Strafanzeige wegen Mordes erstattet, das tatsächliche Verfahren wird sich allerdings nur um „Hacking“ und „Manipulation von Computer Daten“ handeln. Damit unterscheidet sich dieser Fall ganz erheblich von dem Fall aus Holland bei dem tatsächlich die Anlage (und die Verurteilung) wegen Diebstahls erfolgt ist.

Ich würde den grenzdebilen Spammern die den /handel in WoW immer so vollmüllen gerne klar machen daß diese Verfahren keine Einzelfälle sind. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum – auch nicht in einer „MMO-Pixel-Welt“. Verhalten hat immer Konsequenzen. Die Umgebung hierzu kann sehr wohl eine virtuelle sein. Die Emotionen, Reaktionen und Entscheidungen (und damit auch die Auswirkungen) die die Spieler treffen die hinter diesen Avataren stehen sind das was sie immer sind … sehr sehr real.

Luna

Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Mord an einem Avatar

  1. Malygon

    Wenn er eine Anklage wegen MORDES durchgekriegt hätte….

    Naja “Hacking” und “Manipulation von Computer Daten” also. Ich weiß nicht wie die Eula von Maple Story aussieht (und wieviel Rechtskraft so ne Eula überhaupt in Japan besitzt) aber bei WoW ist ein Account-Sharing soweit ich das letzte mal nachgelesen habe nur erlaubt, wenn das so ein Kinder-Eltern Account oder so ist, dann dürfen beide Spielen aber normalerweise darfst du weder Freunde noch Familienmitglieder auf deinen Account lassen. (wie gesagt der Stand dieser Aussage ist von damals wo ich mir die Mühe gemacht habe die Eula zu lesen um zu sehen ob ich nicht jemanden meine Seele verkaufe 😉 )

    Und die obrige Story hört sich nicht nach Hacking an. Sie hatte bestimmt die Account-Daten ihres Online-Ehemanns schon. (davon mal abgesehen, dass die Chancen, das eine 43-jährige Musiklehrerin Hacken kann relativ gering sein sollte)

    Ist nen eindeutiger Fall von „Schuld-Eigene“….

    Dummheit sollte gesetzlich verboten werden…..