MMO-Design: Kleidung

Ab und an Frage ich mich was ich wohl machen würde wenn ich ein MMO entwickeln würde. Welche Entscheidungen würde ich treffen und warum wohl ?

Die Grundfrage bei der Ausrüstung ist wohl die ob ich Klasse/Rasse meines Gegenübers erkennen soll. Die Antwort darauf ist ein klares jein. Natürlich muss ich die Elfenohren, Trollnasen, Halblingfüsse, etc als solche ausmachen wenn mein gegenüber „nackt“ vor mir steht. Bei einem Krieger der eingepackt in seiner Rüstung vor mir steht vermag ich es nicht mehr zu bejahen – es sei denn die Rüstung hat eine Markierung „Kultur“ so wie es in Vanguard üblich war. Hat ein Volk eine einzigartige Kultur und trägt der betreffende Charakter auch die Ausrüstung aus seinem Kulturbereich dann sollte das auch erkennbar sein.

Einem WoW fehlt eine solche qualitative Zuordnung, das geht dann zu Lasten der optischen Vielfalt und die Figuren sehen sich zu ähnlich aus. Dabei waren die „Kontinental-Quest“ in Vanguard die den Handwerkern eben die anderen „Kultur-Optionen“ freigeschaltet haben sehr beliebt. Zwergen-Rüstungen von Zwergen, Elfen-Rüstungen von Elfen, etc. das System hört sich zunächst aufwendig an. Aber es heißt gar nicht daß ich insgesamt mehr Modelle brauche, es heißt nur ich gruppiere die Modelle anders und ich kann muss mehr Aufwand bei der Erstellung meiner Modelle betreiben. Das muss ich aber sowieso wenn ich nicht will daß ich für das Recycling meiner T0/T0,5/T1/T2 Modelle in 5 neuen bunten Baby-Farben ausgelacht werde.

Völker spezifische Ausrüstung ist ein Aufwand den ich mir auch leisten können muss. Andererseits kann es auch dazu führen daß die Charaktere in meinem Spiel nicht in völlig bescheuerter und lächerlichen Sachen herumlaufen weil die von den Handwerkern erstellen Dinge immer eine klare Aussage „Volk“ haben. Ich würde mich dafür entscheiden.

Luna

5 Kommentare

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5 Antworten zu “MMO-Design: Kleidung

  1. nomadenseele

    Was ich von Anfang an schade fand, dass im Lichking die Rüstung nicht ein winterliches Aussehen bekommen hat. Niemand würde in dünnen Stoffroben im Schnee rumspringen, ich fröstel häufig schon beim zusehen. Mit einem dickeren Aussehen und Fellbesatz hätte man viel in der Wirkung tun können.

  2. Aber das ging doch nicht weil sie ja unbedingt T3 recyceln mussten 🙂

    Also daß der thematisch/kulturelle/völkerspezifische Ansatz der Ausrüstung jemals in WoW eingeführt wird, das sehe ich einfach nicht mehr – der Zug ist lange abgefahren.

    Luna

  3. nomadenseele

    Das Problem ist natürlich, dass zur Winterkleidung Leder gehört, was bekanntlich viele Klassen nicht tragen können.
    Dicker Stoff sieht sehr schnell unelegant und ungelenkt aus.

    Aber letztendlich macht das die Arbeit von Designern aus, sich über soetwas Gedanken zu machen, wie z.B. Fellapplikationen.
    Die T-Sets neu einfärben ist ein Arbeit, die ich an einem Tag machen kann, dafür muß man wirklich nicht studiert zu haben.

    Gerade in Nordend, wo ich gezwungen bin, im dünnen Nachthemd durch den Schnee zu stampfen, nimmt mir das sehr viel Athmosphäre. Immer schön Inner Fire gebufft halten 😛 .

  4. Tanandra

    Schön wärs. Schlimm fand ich schon, als PvP-Rüstungen plötzlich auf beiden Seiten gleich aussahen weil umgefärbtes T4… und nicht von den Armeen der Horde und Allianz ausgegeben wurden, sondern von kleinen stinkenden Goblins, die Arenakämpfe veranstalten…

    @Noma: Hier würd ich gern die Rüstungen aus HDRO anbieten. Es gibt hier die Ruf-Fraktion der Lossoth (aus einer eisigen Gegend), und deren leichte, craftbare Rüstung ist sowohl schick, wie auch winterlich:

    http://www.northshield.co.uk/LOTRO/Light/Lossoth/Lossoth.htm

  5. nomadenseele

    So eine Rüssi wäre schön, und nicht diese dünnen Lappen, in denen man in WoW durch den Schnee stapfen muß.