Dramatischer Einbruch

Es gab einstmals Zahlen von Microsoft zu „Asheron’s Call“ im Internet – heutzutage tut man sich schwer die wieder zu finden. Danach betrug die durchschnittliche Online Zeit damals (das war so ca 1999) 22 Stunden pro Woche.

Die Marktanalysten von Nielsen haben für das Jahr 2007 und WoW 17 Stunden pro Woche ermittelt. Für das Jahr 2008 kommen sie aber nur noch eine durchschnittliche Onlinezeit von 11 Stunden. Das ist ein dramatischer Einbruch um 1/3 der Spielzeit.

Das muss noch nicht heißen die Abo-Zahlen sinken. Zunächst ist es ja gut weil man weniger Content liefern muss aber gleiches Geld dafür bekommt. Aber Hauptziel eines MMOs ist bis heute die Kunden im Spiel zu halten. Wenn ich in so manchem Forum Kommentare zu WotLK wie „Testversion gesehen, gelacht, gelöscht“ sehe dann reichen die besseren atmosphärischen Erzählungen offensichtlich nicht bei jedem aus um die Wahrnehmung die jemand von WoW hat wieder zu verbessern. Es reicht nur aus um die die zufrieden mit dem Spiel sind zu halten.

Ich habe vorgestern geschrieben ich sehe es schwer werden in 2009 auf 4x Content Patches zu kommen – ich kann dem SchneeSturm nur raten es zu versuchen. Jemand der weniger als 2 Stunden/ Tag spielt der macht kaum mehr als seine Dailies und am Wochenende 1x Raid. Keine Instanzen in der Woche heißt aber auch der Kontakt zu seinen Gildies bröckelt – und es ist der soziale Kitt der die Casuals noch am ehesten im Spiel hält.

3 Jahre lang habe ich gelästert und gelacht über die Fehlentscheidungen die getroffen wurden. 3 Jahre lang ist es trotzdem gut gegangen. Auf einmal sieht es so aus als würde dem Einäugigen-unter-den-Blinden die Zeit ausgehen. Mal schauen was wir Ende 2009 lesen wie die durchschnittliche Spielzeit in WoW dann noch war.

Luna

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