Abogebühr

Meine kostenlose Vanguard-Spielzeit ist fast rum und ich werde dafür wohl trotz aller Sympathien für das Spiel nicht wieder eine Abo-Gebühr bezahlen.

Einer der Gründe ist das Voranschreiten des Spiels. Es existiert jetzt seit 2 Jahren und die fehlenden Abonnenten haben naturgemäß dazu geführt daß sich relativ wenig am Content getan hat. Es gibt außerdem bis heute keine deutsche Version. Das Preis-Leistungsverhältnis ist demzufolge eher schwach.

Bestes MMO aller Zeiten bleibt für mich ein DDO und auch das habe ich verlassen als der Content zu Ende und ich zu meinen Spielzeiten außerhalb des 18-22 Uhr Blocks „alleine“ auf dem Server war. Ich habe festgestellt ich bin nicht bereit eine Abo-Gebühr ohne ausreichende Gegenleistung zu bezahlen.

Und was bringt mich dann dazu immer wieder beim Einäugigen-unter-den-Blinden hereinzuschauen ? Es ist der 3D-Chat bei dem ich auch nach monatelanger Abwesenheit mich einloggen kann und jemanden auf meiner Fliste online finde. Die Größe des Monopolisten stabilisiert also seine Marktposition.

Schon aus diesen Gründen heraus würde ich jedem Anbieter eines MMOs mit weniger als 20K Abonnenten empfehlen auf die Abo-Gebühr zu verzichten. Die Entwicklungsarbeit eines Vanguard beschränkt sich derzeit doch sowieso darauf Code aus EQ2 zu portieren.

Die Server in Holland werden via Fernwartung aus USA gewartet und ich vermute ganz stark daß die Rechnungen komplett durch EQ2 bezahlt werden. Dann kann ich aber auch hergehen und mein Bezahlsystem umstellen und durch Werbung/Merchandising/Item-Shop ersetzen.

Es ist völlig illusorisch anzunehmen ein Vanguard können noch jemals wieder auf 100K Kunden kommen. Dann kann ich auch hergehen und neue Bezahl-Modelle „am lebenden Spiel“ ausprobieren.

Das Abo-Modell ist jedenfalls für kleine Spiele tot.

Luna

2 Kommentare

Eingeordnet unter DDO, Vanguard, World of Warcraft

2 Antworten zu “Abogebühr

  1. Shuhun

    Hast du schon irgendwelche Erfahrungen mit „Runes of Magic“? Ich werde dieses Wochenende damit mal anfangen und es als kleines Nebenbei-Spielchen betreiben.

  2. Odessa Silverberg

    Ist leider traurig, dass moderne MMOs immer schlechter zu werden, während die Evolution der MMOs eigentlich dazu führen sollte, dass die Spiele besser werden.

    Werde auch mit keinem MMO mehr so richtig glücklich seit 2003/2004, als es noch Spiele gaben die spass machten und den Benutzer förderten sein Charakter richtig zu entwickeln, als „umskillen“ ein Fremdwort war und man die guten und Schlechten Seiten seines Charakteres liebte (wo man jetzt nur noch den einen perfekten Spec haben muss um raiden zu _dürfen_).

    Schön waren die Zeiten, als Meridian 59, Shadowbane, Ultima Online und Lineage II aktuell waren, bevor die allgemeine Volksverdummung durch World of Warcraft kam.

    Leider Gottes, trauen sich heutzutage nur sehr wenige Leute wieder Oldschool Spiele zu entwickeln und machen alle den „Marktführer“ nach um eine möglichst sicheres Erfolgskonzept zu kopieren und möglichst breite Masse an (meist dummen) Spielern zu für sich zu begeistern.

    Traurig, aber leider Realität.