Private Shop

Eines der überzeugensten Features die mir beim Betrachten der YouTube Aion Videos aufgefallen ist das ist der „Private Shop“. Anstatt das die Spieler den /allgemein /handel und /lfg zuspammen können sie sich auf ihren Stuhl setzen und entspannt ihre Waren anbieten. Das ist definitiv cool !

Selber anschauen kann ich es mir trotz „beta key“ nicht weil die Größe des Spiel-Clients alle meine Schmerzgrenzen bezüglich des „digital download“ überschreitet. Warum der „beta-client“ diese unsägliche Größe haben muß wenn das Level der Chars und damit die Zonen, Ausrüstung und Zauber begrenzt sind erschließt sich mir nicht. Andererseits sind die 720p Videos die Youtube als „HD“ verbreitet derart gut daß man zumindest Menus/Questtexte/Chat lesen kann. Das ist ein echter Vorteil gegenüber früher.

Daß das Spiel trotz sehr intelligenter Innovationen wie „Private Shop“ bislang nicht noch mehr Jubelarien auslöst liegt an meinen persönlichen Bedenken wegen der wenigen Klassen und der Fliegerei. Das erstere Problem nehme ich zwischenzeitlich ernster denn je weil ich aktuell in Vanguard sehe wie wichtig die Klassen-Frage für mich ist. Spätestens an der Stelle merkt man dann daß ich aus der RPG-Ecke kommt bei dem der individuelle Charakter das wichtigste Pfand im Spiel ist und mit dem Einheiten-Konzept wie es für ein RTS so typisch ist sehr wenig anfangen kann.

Luna

8 Kommentare

Eingeordnet unter Aion

8 Antworten zu “Private Shop

  1. Privatshop ist ja schön und gut, und wirklich eine Interessante Sache, aber dennoch denke ich nicht dass der Spam im Handelschannel dadurch begrenzt wird. Irgendwie muss man die Leute ja zu sich bekommen.
    Und ich denke 50+ Leute auf einer Stelle die ihre Waren feil bieten sind auch nicht soooo leicht zu überblicken.

  2. Ben

    Bitte entschuldige, wenn ich Dir vor den Kopf stoße, aber dieser Private Shop ist alles andere als eine Innovation. Den gab es 2000 bereits in Ragnarök Online, und auch sonst seither in jedem asiatischen Titel mit RP-Anleihen. Lineage I & II hatten den auch, ein großer Teil der Ökonomie in asiatischen Titeln basiert auf diesen, im Original getauften, Player Marts. Meines Wissens nach war Final Fantasy XI der erste asiatische Titel, der sowohl Player Marts wie auch ein Auktionshaus anbot.

    Das Problem an diesen Player Marts ist, dass man den Charakter eingeloggt lassen muss, am besten die ganze Nacht. Denn will ich was verkaufen muss ich anbieten. Und das kann ich nur wenn ich mit eröffnetem Marktstand auf dem Marktplatz rumgurke. Und nun stell Dir vor, da sitzt die Hälfte des Servers untätig auf dem Marktplatz rum. Erstens zwingt das jeden noch so guten Rechner in die Knie, zweitens kommt man nur schwer voran weil man vor lauter Shopbeschreibung über den Köpfen der Charaktere à la ~*~*~OMGWTFBBQBUYMYIMBAROXXORUBERPOTSTHEYAREF0KKINCHEAPANDTASTELIKEVANILLAKTHXBAI~*~*~ nicht mal mehr die Straße sieht und ergo seinen Weg nur noch über die Karte findet.

    Klar, vor der Erfindung des Auktionshauses in Asien waren Player Marts sicherlich die beste Methode um seine Ware an den Mann zu bringen. Aber heute bevorzuge ich dann doch lieber das Auktionshaus und lasse mich in einem Handelschannel vollspammen, bevor ich jede halbwegs größere Stadt meiden muss weil ich dort nicht mehr durchkomme. Über die Entscheidung von NCSoft diese Crux in ein angeblich modernes Spiel zu implementieren kann ich jetzt nur müde den Kopf schütteln.

  3. Ben

    Oh Schade, da war mein Shopname doch etwas zu lang. Aber immerhin realitätsgetreu …

  4. Ok … ich kenne kaum Asia-Spiele wegen dem Brechreiz den die Manga-Grafik bei mir auslöst. Insofern bin ich bislang nicht aus dieses Konzept gestoßen. Ich kenne nur die Broker in all ihren Variationen wobei ich das Broker-Konzept aus DDO gar nicht so schlecht fand.

    Die Frage ist … ist der „Private Shop“ wirklich schlechter als die /handels-Spammer eines WoW ?

    Weil eines ist klar – es wird neben einem AH immer auch andere Versuche geben seine Waren an den Mann/Frau zu bringen. Weil ich es selber nicht testen konnte … Aion hat doch ein AH, dH die private Shops sind optional, oder ?

    Luna

  5. Ben

    Aion hat doch ein AH, dH die private Shops sind optional, oder ?

    Richtig, AION wird ein duales System anbieten, also sowohl Player Marts als auch Auktionshaus. Das wird klar eine Entlastung sein und dem Spieler mehrere Möglichkeiten zum Anbieten von Waren geben. Im Sinne der freien Spielgestaltung begrüße ich das natürlich sehr, habe jedoch starke Bedenken, dass eine schiere Masse an Player Marts in einer Stadt wieder zu Lasten der Performance gehen wird. Außerdem hat man bei einer Mart-only Lösung das Problem, dass man stärker an den Verkäufer gebunden ist. Da gibt es zwar jemanden der die Dinge verkauft, die ich möchte, aber ist der auch online? Hat der gerade Bock inaktiv zu sein um seinen Marktstand laufen zu lassen womit er seinen Rechner durch ein laufendes AION blockiert? NCSoft’s Entscheidung trotzdem ein AH einzubinden war in jedem Fall richtig.

    Und bei der Frage Pro und Contra von Player Marts vs. /handelsspam spreche ich mich klar für den /handelsspam aus. Den kann ich nämlich deaktivieren und beeinträchtigt die Performance meines Clients in keinster Weise. 200+ Spieler gleichzeitig auf einem Marktplatz laden und rendern jedoch lässt meine Grafikkarte platzen – wenn wir einmal von einer WoW-/Lineage-Engine ausgehen.

  6. Das Ausschalten des /handels beeinträchtigt deine Performance wie vorher auch – Du siehst es nur nicht mehr 🙂

    Und 200 Spieler die alle 60sec ihr Verkaufsmakro spammen sind ganz ordentlich. „An sich“ hatte ich erwartet daß 200 Spieler in einem „Channel“ nicht möglich sind sondern gedacht die „Channels“ funktionieren wie in DDO. Sind 50/100 Spieler in einem Channel drinnen dann geht ein neuer auf. Verteilen sich Deine 200 Verkäufer auf 10 „Channels“ (mir gefällt der Begriff „District“ aus Guild Wars an sich besser) dann haben wir also 20 je Channel und können ruckelfrei spielen.

    Ob diese Rechnung nur ein Ideal-Fall ist und am Ende auch aufgeht … keine Ahnung.

    Den /handel ausschalten ist aber auch keine Lösung weil ein Großteil der Gruppensuche darüber läuft. Mir persönlich sind deshalb die Verkäufer lieber, wobei Du offensichtlich damit richtig schlechte Erfahrungen gemacht hast.

    Luna

  7. Ben

    Schlechte Erfahrungen sind Definitionssache. Ich habe die Player Marts als wesentlich spielschädlicher empfunden als einen Handelschannel. Performancemäßig und auch visuell, aus den oben genannten Gründen. Was mich aber nicht daran hinderte selber genügend Marts zu eröffnen und meinen Rechner tagelang laufen zu lassen, bis sich auch der letzte Schrott verkauft hatte 😉

    Marts haben ihren Reiz, keine Frage. Es hat was über den Marktplatz zu laufen und bei jedem Spieler mal reinzuschauen, eben richtiges echtes Bummeln, so wie man das auch an einem Samstag in der Innenstadt machen kann. Aber dieses Konzept wird von vielen eben auch wieder missbraucht: zusätzliche Accounts die das verkaufen was der Main ankarrt, unglaublich lange verschnörkelte Namen um ja auf sich selber aufmerksam zu machen – die Möglichkeiten Marts zu missbrauchen sind mindestens so mannigfaltig wie die Möglichkeiten um einen Handelschannel zu zweckentfremden.

    Natürlich hast Du Recht, es gibt bessere Konzepte für einen Handelschannel, die selbigen wesentlich erträglicher machen. Aber egal wie schlecht der Handelschannel ist, ich muss zumindest nicht alle Charaktere laden und rendern die sich darin tummeln.

  8. Gudi

    Ich kenne solche Privatstände von Bounty Bay Online. Dort fand ich es störend, da die Stände die Straßen verstopften und sogar die Eingänge zur Stadt vom Hafen aus.
    Ich würde gerne sehen, wie sich so etwas macht, wenn man die Stände nur in einem Handelsdistrikt erlaubt und dann Platzmiete verlangt. Die Miete sorgt dafür, dass nicht rund um die Uhr Leute die Plätze belagern. Sich eine Stunde pro Woche hinstellen ist kostenlos, ein Tag kostet gut Geld und alles darüber ist unerschwinglich. Mit der Zeit wird die Standmiete niedriger, so dass es wieder lohnenswerter wird sich hinzustellen. So könnte sich der Markt von alleine regeln und der beschränkte Handelsplatz wirklich zum Bummeln einladen.