Rechtslage

Derzeit bekommen WoW-Kunden den Text „Systemspezifische Informationen die nicht persönlicher Natur sind werden gesendet.“ beim Einloggen zu Gesicht. Alle Kunden ? Nein, nur diejenigen die noch einen alten WoW-Account haben. Die die auf Battle.net Account umgestellt haben und im Kleingedruckten auf ihren Persönlichkeitsschutz verzichtet haben die braucht man auch nicht zu informieren.

Was ich mich da zunächst frage ist „wie kann ein Spiel das einer usk12 sich gezielt an beschränkt Geschäftsfähige richtet“ eine derart weit gehende „Vereinbarung“ mit diesen eingehen ? Die nächste Frage ist „Wie groß ist die Habgier bei einer Firma die extra die Account-Basis ändert um mehr Gestaltungsrechte zu bekommen ?“

An der Stelle sehe ich auch die Grenzen der schönen, neuen Online-Erfolgs-Rennlisten. Die heißen doch Privatsphäre, Bewegungsprofile & Datenschutz und wenn ich nicht will daß jeder Goldhändler irgendwo auf der Welt sieht wann ich was online tue, dann muß ich mich von derartigen Systemen fernhalten.

Es mag innerhalb eines Spiels noch Sinn machen „Erfolge“ zu vergleichen. Diablo1 und Diablo2 Erfolge auch ? Was ist mit StarCraft und WoW ? Oder Monopoly und Counter-Strike ? Sind solche Listen nicht völlig nichts sagend und wertlos ?

Daß man die Rechtslage für Kunden-Konten ändert um (aus meiner Sicht) einen solchen Scheiß weiter auszubauen zeigt mir sehr deutlich daß die gesamte Spiele-Branche den Respekt und die Achtung vor ihren Kunden lange verloren hat.

Hauptsache abzocken und wenn es nicht so einfach geht dann wird eben eben das Kleingedruckte zum Nachteil der Kunden geändert.

Nachtrag 8:24 Uhr:
Auf WoW-Insider gibt es heute einen Bericht wonach die Zwangs-Umstellung auf den Battle.net Account in Kürze kommt.

Luna

4 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

4 Antworten zu “Rechtslage

  1. Du willst auf der einen Seite ein funktionierendes Spiel / Addon, auf der anderen Seite soll Blizzard aber keine Erhebungen darüber durchführen dürfen, auf welchen Computern gespielt wird – beides widerspricht sich.

    Vielmehr ärgert mich, dass ich ohne Zustimmung der EULA nicht spielen darf (das ärgert mich bei jeder Software), schließlich habe ich durch den Kauf / Gebühren das Recht erworben, das Spiel zu nutzen.

    Und die Zwangsumstellung auf Battlenet ärgert mich in diesem Zusammenhang ebenfalls – ich möchte als Kunde nicht zu etwas gezwungen werden – hoffentlich hören konsequentere Menchen dann mit WoW in Massen auf, damit Blizzard seine Grenzen aufgezeigt bekommt.

  2. Pingback: Alle werden zum Battle.net gezwungen « WoW – Journal von Nomadenseele

  3. Socordia

    Man könnte z.B. freiwillig seine Informatinen einsenden, wenn es auf dem eigenen Rechner nicht läuft, und nicht pauschal alle User abfragen.

  4. Weil die Leute auch die Wahrheit angeben… .