Mehr ItemShop in WoW

Die Ankündigung daß man jetzt auch Pets in WoW gegen harte US$ kaufen kann hat mich gelinde gesagt irritiert. Wir erinnern uns … angefangen hat es mit dem kostenpflichtigen Server-Wechsel.

Die jetzige Änderung ist ein weiterer Sprung hin zu mehr Item-Shop. Wappenröcke und Mounts erwarte ich als nächstes. Der Monoplist „gewöhnt“ seine Kunden daran im Item-Shop zu kaufen. Damit bereitet er den f2p Spielen den Weg in den USA/Europa. Denn die Hemmschwelle auch noch Diamanten/Credits/ingame-Geld zu kaufen sinkt doch beträchtlich wenn man vorher „erzogen“ wurde für nice2have Sachen zu bezahlen.

Ich würde sogar soweit gehen und sagen an der Stelle läutet der Monopolist das Ende des Abo-Modells ein. Was um so bemerkenswerter ist weil er derjenige ist der mit Abstand am meisten davon profitiert.

Noch gibt es kein „westliches“ f2p-MMO das qualitativ mit einem WoW mithalten kann. Die verfügbaren Spiele sind ausnahmslos Asia-Importe oder Comic-MMO für kleine Kinder. Irgendwann aber sollte ein f2p erscheinen das ausreichend Akzeptanz bei denen bekommt die die baby-bunten Kitsch-Welten nicht mehr sehen können. Einen richtigen Wettbewerb mit einem f2p über den Preis kann WoW wegen seiner Abo-Gebühr & Item-Shop nicht mehr Gewinnen.

Der Monopolist der Jahr für Jahr eine halbe Milliarde US$ Gewinn mit seinem Produkt macht hat durch seinen eigenen Item-Shop sehr viel zu verlieren.

Luna

8 Kommentare

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8 Antworten zu “Mehr ItemShop in WoW

  1. Solange die Buchhaltung auf Kreditkarte beharrt (verständlich bei den vielen unterschiedlichen Bezahlsystemen), dürfte Blizzard sich selbst ausbremsen.

    Ein reines f2p würde ich nicht spielen, auch wenn es WoW heißt. WoW hat sich immer dadurch ausgezeichnet – zumindest auf den ersten Blick – klassenlos zu sein, in dem Spiel konnte ein Millionär genauso gut sein, wie ein Arbeitsloser (theoretisch, was so selbstherrlich immer als *Skill* bezeichnet wird, ist eher Übung).

    Adererseits lebt WoW von Gegenstandsverbesserungen und warum sollte ich spielen, wenn ich das gleiche kaufen kann? Selbst ich wüßte nicht, ob ich dann noch wieterspielen würde.

  2. Pingback: Much Ado about Nothing 2 « WoW – Journal von Nomadenseele

  3. Nachtrag:

    Denke mal an den Aufstand, der schon losbrach, als in TBC die Markenrüssi eingeführt worden ist. Diese Leute würde kaufbare Rüssi (zu Recht) nicht mitmachen.

  4. Ciandra

    Ich würde sogar soweit gehen und sagen an der Stelle läutet der Monopolist das Ende des Abo-Modells ein. Was um so bemerkenswerter ist weil er derjenige ist der mit Abstand am meisten davon profitiert.

    Ich denke Luna…das du übertreibst…ich glaube kaum das es soweit kommt…vorher schiebt Blizzard WoW komplett ab und gibt uns ein neues MMO

    Gruß

  5. Ich denke Luna…das du übertreibst…ich glaube kaum das es soweit kommt…vorher schiebt Blizzard WoW komplett ab und gibt uns ein neues MMO

    Meine Meinung: WoW ist nur noch Experimentierfeld für das neue MMO, inwieweit man die Spieler belasten kann.

  6. Ein Kommentar von der Cia *jubeln*

    Aber ich glaube nicht daß die WoW jemals dicht machen. Die pressen jeden US$ aus den Spielern so lange es geht.

    Luna

  7. Guild Wars ist zwar kein MMORPG sondern CORPG (wie viele es bezeichnen) aber könnte man nicht zu diesem Spiel sagen dass sich kostenlose Online Spiele (qualitativ) auch durchsetzen können?

  8. Ich habe mir mal das DDO F2P in USA angeschaut. Obwohl ich einen Euro-Abo-Account habe. Sooo übel ist das nicht. Ich halte die Idee, Content – also Instanzen/Module – als Pay-per-Click bei Bedarf zu verkaufen für ziemlich vernünftig. Wenn mein DDo Char durch (Lvl 20) ist, kündige ich mein Abo. Wenn dann noch kein f2p in EU existiert, lege ich mir einen Daueraccount (ohne abo) in US für Gelegenheitsspiel an…und ziehe ruhig weiter zu nächsten MMO.