Rang 14 verramscht – Teil 2

Die Diskussionen in den US-Foren reißen nicht ab und aus den Stellungnahmen des Monopolisten kann man sehr gut erkennen wo der ursächliche Fehler ist. Zentrale Aussage ist doch daß es gewollt ist daß ausschließlich der Spieler Skill über den Erfolg entscheidet. An der Stelle aber sind wir beim Schach/eSport/RTS wie man es auch immer nennen mag.

Das Kriterium ist nämlich nicht die Vielzahl der Einheiten die man steuert sondern die Uniformität derselben. Jeder Springer ist wie der andere Springer und jeder Turm wie ein Turm. Der Unterschied zum RPG ist aber daß dort die Figur den Ausschlag gibt. Zauber, Talente und am Ende auch Ausrüstung entscheiden beim RPG darüber ob die virtuelle Figur innerhalb des Spiels Erfolg hat und der Skill des Spielers beschränkt sich auf die Steuerung dieser Figur und die Auswahl der Zauber & Talente.

Der Unterschied zwischen dem 2005er PvP und dem eSport seit TBC ist also nicht die Größe der Spielfläche sondern das ausschließliche Unterordnen der Figur unter den Spieler Skill. Die „gewerteten BGs“ die mit dem Patch4.0 kommen sollen ändern an dieser Unterordnung aber nichts. Deshalb sind sie auch weiterhin reiner eSport und kein richtiges PvP.

Wenn Rob Pardo gesagt hat „eSport war ein Fehler“ dann mag das so sein – oder auch nur ein Lippenbekenntnis. Die Frage ist doch ob ich der Einsicht auch Taten folgen lasse. Wenn die Struktur so bleibt wie bisher dann bleibt der Fehler eSport im Spiel.

Ohne Aussicht auf die Rückkehr von PvP.

Luna

4 Kommentare

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4 Antworten zu “Rang 14 verramscht – Teil 2

  1. Almalexia

    Der Begriff eSport im Zusammenhang mit WoW ist eh der größte Witz überhaupt und das sollte Blizzard auch klar sein. Wenn jedenfalls ich die Arena betrete und sehe, dass ich aufgrund der gegnerischen Kombo eigendlich auch gleich afk gehen oder die Arena verlassen kann, weil ich eh nur dann gewinnen werde wenn einer von beiden nen Disconnect hat, dann kann von eSport wohl kaum die Rede sein.

  2. Liegt zum Teil ja auch an der Arena. Schergrat gegen Priester + Hexer fällt mir da ganz spontan als Paradebeispiel ein.

    LG

  3. yanu

    @Luna
    Mich würde interessieren, wie du eSport definierst. Meiner Ansicht nach ist jedes PC-Spiel, was Multiplayerfähig ist und wo ein Wettkampf stattfindet auch mehr oder weniger eSport.

    Im Prinzip müsste sich dann jeder Freizeitsportler fragen, spiele ich hier ein Spiel mit anderen oder bestreite ich schon einen Wettkampf.

    Letztendlich gibt es da keine genaue Definition, persönlich würde ich sagen, sobald Geld fließt, kann man das „PvP“ eSport nennen.

    PvP in einem Spiel so stark herauszutrennen, dass dort kein Wettkampf mehr stattfindet sondern (in einem MMO) eher eine Schlacht, wo Sieger und Verlierer gleichermaßen Spaß hatten, dass wird wohl in WoW nicht mehr passieren.

    Letztendlich würde ich nochweiter gehn und sagen, dass die BGs nie wirklich PvP waren (im Sinne eines MMOs) sondern schon eine Vorstufe zum eSport (da man 1. gegen die gegnerische Fraktion spielte und 2. gegen seine eigene in Punkto Ränge).

    Richtiges PvP war dann wohl nur TM, XR usw.. nur das wird dank der fehlenden Belohnungen, die der durchschnittliche WoW Spieler nun mal braucht, um einen Finger krumm zu machen, kaum mehr stattfinden.

    grüße

  4. eSport ist zunächst in hohem Masse die Form von PvP die in organisierten Ligen stattfindet. Daher stammt auch ursprünglich der Begriff.

    Das ist für die Arena wohl zu 100% zutreffend.

    Für die 2005er BGs immerhin noch in Teilen. Ich halte das 2005er PvP nicht für gut – aber für besser als den heutigen Arena-Mist.

    Reines PvP im klassischen Sinne waren die Raids auf Crossroads/Astranaar/Tarrens Mühle. Das sehen wir wohl kaum wieder 😦

    Luna