Servermerges in WoW

Faktisch sind die Cross-Realm-Gruppen die Blizzard’sche Alternative zu den bekannten Servermerges. Wer nie einen Servermerge mit gemacht hat der mag das als Schock empfinden.

Dabei ist es vom Grunde her egal ob man tatsächlich mit lauter „Fremden“ auf einem neuen Server landet oder ob es Spieler von fremden Servern sind mit denen man auf einmal in einer Cross-Realm-Gruppe ist. Sie sind vielleicht freundlich, höflich und zu vorkommend aber sie sind fremd. Man hat sie noch nie zuvor beim Einkaufen in Dalaran, im AH von IF oder bei Questen im Becken gesehen. Anders als nach einem „richtigen“ Servermerge wird man sie in WoW auch niemals an diesen Orten sehen.

Damit trägt auch dieses Konzept zu einer Anonymisierung im Spiel bei. Andererseits muß man auch ganz klar sagen der Image-Schaden wäre immens gewesen wenn das Spiel mit den „12 Mio Spielern“ hätte auf einmal einräumen müssen daß man der Geisterserver nicht mehr Herr wird und Maßnahmen ergreifen muss.

2000 Spieler gleichzeitig und 10000 Account war nach meinem Kenntnisstand die Regel für UO. Daran hat sich (mit Ausnahme von Eve Online) bis heute nicht wirklich etwas geändert. Es wird so langsam Zeit für neue technische Lösungen mit 20000+ Spielern gleichzeitig online – ruckelfrei versteht sich.

M in MMO steht für Massive – das „massive“ Spielerlebnis war aber bislang in jedem MMO vorbei sobald man aufgrund sinkender Spielerzahlen zu Servermerges gezwungen war.

Luna

7 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

7 Antworten zu “Servermerges in WoW

  1. Rein gefühlsmäßig wäre mir ein richtiger Merge fast lieber gewesen, dann hääte man die Chance gehabt, die Fremden irgendwann kennzulernen.

  2. Nachtrag (kann meinetwegen in den Kommetar vor reinkopiert werden).

    Ich sehe schon ein, dass es nicht möglich ist, den ganzen (deutschsprachigen) Realm zu mergen, es gibt PvE und PvP- Server, von den RPlern ganz zu schweigen. Und nicht mehr auf AT zu sein, sondern auf Server xyz hätte mir auch einen Knacks versetzt.

    Schwieriges Thema.

  3. Von den ganz offensichtlichen Nachteilen mal ganz zu schweigen – soll ja vorkommen, daß man auch nette und fähige Spieler auf diese Weise kennenlernt. Da aber näher anzubandeln entfällt auf diese Art & Weise völlig, das man sich wirlich sobald wiedertrifft, das ist doch arg unwahrscheinlich.

  4. Goa

    Es mag zwar stimmen das einem die möglichkeit genommen wird die Leute mit denen es Spaß gemacht hat vielleicht mal im AH oder in Dalaran wiederzutreffen und Ihnen zuzuwinken. Da dies aber bei 99,9 % meiner bisherigen Random-Gruppen auf dem eigenen Server sowieso nicht der Fall war ist der Nachteil für mich zu verschmerzen…

  5. Das Instanzengehabe bei WoW (Statt Merges) ist die nette Marketing-Umverpackung für Servermerges.

    Leider.

    Und Nomadenseele hat recht: Damit die Spieler sich kennenlernen, müssen Sie auch auf einem Server spielen können.

    Spätestens wenn einige Hauptstädte „zu leer“ werden, wirds auffallen.

    Yitu

  6. Es mag zwar stimmen das einem die möglichkeit genommen wird die Leute mit denen es Spaß gemacht hat vielleicht mal im AH oder in Dalaran wiederzutreffen und Ihnen zuzuwinken. Da dies aber bei 99,9 % meiner bisherigen Random-Gruppen auf dem eigenen Server sowieso nicht der Fall war ist der Nachteil für mich zu verschmerzen…

    Ich habe alle meine Freunde in Inis kennengernt; mal waren es Freunde von Freunden, mal ein ganz guter (und netter) Tank und Andy hat mich gefühlte tausend Mal mit nach Scholo geschleppt.
    Das wird alles wesentlich komplizierter, vor allem, da durch 3.3 kein einziger – wie ich es erhofft hatte – zurückgekehrt ist.

  7. Der Eindruck der „billigen“ Content-Pachtes hat sich nach meiner Einschätzung in der Breite festgesetzt. Es wird lange dauern bis der wieder weg ist und die Leute vermehrt zu einem Patch wieder kommen.

    Luna