Niemals Housing

In den US Foren hat der Monopolist jetzt bestätigt daß das einst versprochene Housing niemals kommen wird. Wen wundert es ? Damit hat doch realistischer Weise nach5 Jahren sowieso keiner mehr gerechnet.

Lustig ist die Begründung – „wir wollen keine Geisterstädte“ – ja genau diese Gefahr droht. Shattratt wie auch Dalaran waren doch geprägt von Design-Fehlern die das Spielen teilweise unmöglich machten. Shattratt ist erst jetzt eine Geisterstadt wo alle umgezogen sind nach Dalaran (was zweifeln läßt wie sinnvoll es überhaupt ist mit einem Addon eine zentrale Stadt einzubauen). Der Stadt würde Housing und die dadurch erfolgende Belebung doch sehr gut tun. Dalaran wird sicherlich ein ähnliches Schicksal drohen sobald Cata… Addon #3 kommt.

Insofern ist es einfach nicht wahr daß Housing zu Geisterstädten führt – das schafft WoW auch ganz ohne Housing. Aber Housing ist ein klassisches RPG-Element ohne großen „Nutzen“ außer Spielspaß für die Kunden. Das Spiel hingegen geht immer weiter weg vom RPG (das ist das Spiel-System wo der „Skill“ auf dem Char liegt) hin zum RTS (hier ist Spieler-Skill alles und der Char nur ein austauschbares Objekt). RPG-Spielspaß paßt einfach nicht in dieses RTS-Konzept und deshalb ist man da derart stur.

Dabei kann man Housing ganz leicht und preiswert einem Spiel hinzufügen – wie die sonst so blinde Konkurrenz beweist.

Luna

21 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

21 Antworten zu “Niemals Housing

  1. Goa

    Fraglich ist ob der Aufwand den nutzen rechtfertigt, und das Housing dann wirklich von den Spielern genutzt wird oder nicht sinnlos brach liegt. Und ich glaue ehrlich gesagt das der Großteil der Spieler mit einem Housing wenig anfangen kann.

    Wer sich momentan in WoW in einer Stadt aufhält und NICHT tatsächlich etwas einkauft/repariert oder herstellt ist entweder nebenher im Chat/TS oder bespricht sonst irgendwas, oder er führt eben seine tolle neue Ausrüstung spazieren. Und denen bringt Housing nun nicht wirklich was.

    Die klassischen Rollenspieler die ein Haus nutzen um dort ihre Schätze abzulegen oder erbeutete Gegenstände an die Wand hängen sind in WoW doch ziemlich in der Minderheit denke ich, es ist eben kein klassisches MMO-RPG wie du ja schon sagst. Warum sollte Blizz dann für Kunden die es eh nicht nutzen wollen so ein Feature einbauen ?

  2. Kheldan

    Mich irritiert immer deine Verwendung der Abkürzung RTS. Das steht für Real-Time-Strategy und bezeichnet eigentlich Spiele wie die Command&Conquer-Reihe, Warcraft 1-3 oder Starcraft. Selbst mit viel Phantasie sehe ich keinerlei spielerische Ähnlichkeit zwischen WoW und den genannten Strategiespielen. Eben weil man in WoW nur einen Character steuert, während es bei RTS üblicherweise viele verschiedene Einheiten sind. Bezogen auf deine Kurzbeschreibung „(hier ist Spieler-Skill alles und der Char nur ein austauschbares Objekt)“ wäre ein Vergleich mit FPS wie Counterstrike, Team Fortress 2 oder der Battlefield-Reihe sinnvoller, aber auch der Vergleich hakt.

    Bzgl. Housing, ich habe in Ultima Online Housing erlebt, und ich bin kein Fan davon. Für mich war es nur nützlich als zusätzlicher Stauraum für Ausrüstung, Materialien etc. Aber Stauraum kann man auch per größerem Bankfach oder Bankchars bekommen.
    Und Rollenspiel? Naja, wenn man die Angeberei als Rollenspiel bezeichnen mag … „willst du mal mein Castle sehen? Komm ich zeig es dir“ (das war quasi das UO-Äquivalent zum Posen mit Epics vor der Ironforge-Bank oder mit Protodrachen an der Dalaran-Landezone).

    Abgesehen davon hatte Housing in UO nur Nachteile. Irgendwann war praktisch jeder Fleck wo ein Haus hingepasst hat zugebaut, was natürlich einen negativen Einfluß auf das Erleben der Spielewelt hatte. Die Häuser waren auch oft in Besitz von inaktiven Spielern, die nur noch ab und zu einloggten um zu vermeiden, daß ihr Haus verfällt. Ähnlich war es in Star Wars Galaxies. Dort gab es zwar weniger Platzprobleme, aber auch viele Geisterhäuser bzw. Geisterstädte. Der Ausweg ist, daß man Housing über Instanzen löst, wie es in einigen MMOs (u.a. EQ2) bereits gemacht wurde. Das ist aber auch wenig RPG-like.

    Was bringt ein Haus denn, außer daß man viel Zeit totschlagen kann, sein Haus einzurichten usw. Aber hat das etwas mit einem MMO, speziell mit „Multiplayer“ zu tun?

  3. Kommt ganz darauf an was man so beim Housing machen kann. Ob die Objekte Klassenspezifisch unterschiedlich aussehen. Und wo die kleinen Einrichtungsgegenstände zu finden sind. Das wäre wirklich eine Interessante Sache.
    Aber ich glaube man wird ein Platz Problem haben. Wohin mit den ganzen Häusern? Fliegend vielleicht? Bei Magiern kann ich mir das vortsellen aber jede andere Klasse sollte woh lauf dem Boden bleiben. Bei den Druiden kann ich mir noch Häuser in den Baumwipfeln vorstellen und bei Hexenmeistern Höhlen. Todesritter werden wohl auf Friedhöfen in Grüften hausen. Schurken würden gar keine Häuser bekommen, weil die eh überall einbrechen. Jäger hätten wohl so ne kleine Blockhütte und Schamanen ein Wigwam. Krieger hätten auch kein Haus, denn was ein richtiger Krieger ist lebt unter freiem Himmel. Priester würden ein Volksspezifisches normales Haus bekommen und Paladine die Ponderosa^^.
    Instanzierte Gildenhallen, die ab einer bestimmten Grösse der Gilde zur Verfügung stehen, wären da schon besser, denn diese nehmen nicht so viel Platz ein und könnten als Aushänge Schild einer Gilde zählen. Wodurch man sich schon ingame die Gilde genauer anschauen kann.
    Für mich persönlich wäre solch ein Gimmick schön. Würde die Welt doch um einiges schöner machen.

  4. @Kheldan:
    Ich sehe kaum einen Unterschied zwischen einem EgoShooter und einem WC1. Ja, Du hast Recht – in einem WC1 steuert man wohl mehr als eine Einheit. Aber beide Spiel-Typen sind kaum mehr als ein Elektro-Schach und deshalb auch in so hohem Masse eSport-geeignet.

    Beim „richtigen“ RPG hingegen liegt der „Skill“ in hohem Masse auf der Figur – egal wie viele Charaktere ich steuere.

    Luna

  5. Wie schlecht ich jetzt gelaunt bin 😦

    Die Begründung ist einfach dekandent. Housing, wenn es richtig gemacht wird, ist immer ein Gewinn mit langfristigen Zielen, Möglichkeiten und Spaß.

    Der gemeine Spieler in WoW ist aber halt nicht am Housing interessiert, er will immer noch mehr Raids und Epixxe und wenn diese Spieler alle in ein paar Jahren in ihren T132-Sets aufgehört haben sind es genau die Spieler, die WoW noch spielen werden, die Wert auf Story, der Spielwelt und dergleichen mehr (und Housing) legen und nicht auf ihren zig erspielten T-Sets die irgendwo im Bankfach lagern, wenn sie nicht schon verkauft/ zerstört worden sind…

    Zum ersten Mal bin ich wirklich sauer auf Blizzard. Allein diese Aussage…

    Grüße Aies

  6. Goa

    Wieso sauer ? Hast du Blizzs`Aussage gelesen ?

    „So for now this idea remains an interesting idea but we’d have to make sure it fits into the game well and meets our expectations which are pretty high for something like this.“

    Sie schließen es ja garnicht aus. Aber wenn es denn irgendwann kommen sollte wollen sie sicher sein das es ins Spiel passt und es ihren hohen Erwartungen an solch ein Feature entspricht. Irgendwo instanzierte Häuser hinkleben so das keiner mehr in den Städten rumhängt ist meiner Meinung nach tatsächlich keine sinnvolle Lösung, also für ein WoW muss es tatsächlich eine Variante geben die sich nahtlos ins Spiel einfügt.

    Und da hat Blizz derzeit sicher andere Sachen auf der Prioritätenliste….

  7. Goa fragt:

    —Wieso sauer ? Hast du Blizzs`Aussage gelesen ?

    Nein, habe ich wirklich nicht, ich hab mich jetzt auf Lunas Aussage hier bezogen, die für mich eindeutig klang…

    —Aber wenn es denn irgendwann kommen sollte wollen sie sicher sein das es ins Spiel passt und es ihren hohen Erwartungen an solch ein Feature entspricht.

    Also alles beim alten, dieser Standpunkt von Blizzard zum Housing war mir schon länger bekannt.

    Grüße Aies

  8. Sel

    Hmm, warum führt Housing zu Geisterstädten? Wenn ich mal so über mein derzeitiges MMORPG nachdenke, in Runes of Magic gibt es sowohl Spielerhäuser als auch Gildenburgen – wobei die Gebäude nicht irgendwo in der Landschaft platziert sind, sondern nur über Portale erreicht werden können.

    Sowohl Gildenburgen, als auch die Spielerhäuser, lassen sich hübsch einrichten und dekorieren. Trotzdem verbringt kaum ein Spieler darin einen großen Teil seiner aktiven Online-Zeit. Wenn, dann wird dort ein wenig gehandwerkt oder Equip verstaut, was vielleicht ein paar Minuten in Anspruch nimmt.

    Wenn mal eine Spielfigur doch länger in der Gildenburg ist, dann ist der Spieler inaktiv und hat sie dort geparkt, um Erfahrungspunkteschulden abzubauen oder Ressourcen abzubauen.

    Eine Verbindung zu leeren Städten drängt sich mir irgendwie gar nicht auf.

  9. Sel fragt sich

    Hmm, warum führt Housing zu Geisterstädten?

    Weil Blizzard lügt ? Weil Blizzard seine Kunden veralbert ? Weil Blizzard keine Ahnung von RPG hat ?

    Schwer zu sagen was es ist aber daß dieses „Argument“ ein ganz dünnes ist das fällt so manchem auf 🙂

    Luna

  10. Goa

    Hm ich weiß ja nicht, aber das stützt eigentlich Blizzards Aussage:

    „Sowohl Gildenburgen, als auch die Spielerhäuser, lassen sich hübsch einrichten und dekorieren. Trotzdem verbringt kaum ein Spieler darin einen großen Teil seiner aktiven Online-Zeit. Wenn, dann wird dort ein wenig gehandwerkt oder Equip verstaut, was vielleicht ein paar Minuten in Anspruch nimmt.“

    Wenn man eh kaum Zeit dort verbringt, warum dann überhaupt einführen ? Handwerken und sachen verstauen kann man in den Städten. Wie schonmal jemand geschrieben hat, 1-2 Features zur Bank ergänzen wäre sicherlich nicht schade, aber ansonsten bleiben die Häuser dann reines „nice to have“ das aber keinen wirklichen Nutzen hat.

    Und wie wir alle sicher wissen ist WoW nunmal kein Spiel das seinen Schwerpunkt aufs reine Rollenspiel legt, wer so argumentiert hat die letzten 5 Jahre aber wohl auch was verpasst.

  11. -Wie schonmal jemand geschrieben hat, 1-2 Features zur Bank ergänzen wäre sicherlich nicht schade, aber ansonsten bleiben die Häuser dann reines “nice to have” das aber keinen wirklichen Nutzen hat.

    Ich sehe im Housing auch keinen Sinn, außer das Leute, denen orangene Drops schon zu ordinär sind und ihr Erfolgskonto hegen und pflegen, etwas weiteres zum posen haben.

    Wenn die Bankfunktionen (vor allem der Zugriff) besser ausgebaut würden, würde mir das reichen; in der Stadt bin ich ohnhin nur wegen AH, Bank und Quest abholen; was soll ich dann mit einem Haus?

  12. Charme, Atmosphäre, Ausstrahlung – frage mal die Jule oder die Zirki wie das war als sie bei Luna in LotRO zu Besuch waren 🙂

    Luna

  13. Charme, Atmosphäre, Ausstrahlung sind nicht unbedingt die Worte, die als erstes fallen würden, wenn jemand mich bäte, WoW zu beschreiben – auch wenn das Spiel all dieses hat.

    Housing sehe ich nur als Goldsink wie das 19k-Mammut an.

  14. Das Problem: Schon jetzt sind die Server leerer, daher gibt es die Cross-Server-Inis. Leere Server = Leere Housing-Zonen?

    @Noma: Ich wünsche mir so ein Goldsink … in jeden Spiel. 😉

  15. Ich investiere das Gold lieber in die Rüssi; wobei das große Daralan – Mammut mit Verkaufs- und Rep-Möglichkeiten auch ein Traum wäre; vielleicht sollte ich Luna besuchen gehen, damit ich mir darunter was vorstellen kann.

  16. Montbron

    ach ja, einen Ort, an dem man seine Rüstungssets als Kleiderpuppen aufstellen, wo man bei einem gemütlichen Kaminfeuer seine Trophäen an der Wand bewundern und als WoW-Spieler mehr als ein Haustier gleichzeitig herumwuseln lassen kann – das würde bestimmt ankommen.

  17. Goa

    @Montbron

    Das würde sicherlich beim klassischen RPG Spieler ankommen. Aber nicht beim klassischen WoW-Spieler. Daher macht es aus meiner Sicht für Blizz auch keinen Sinn so etwas einzubauen.

  18. -Montbron

    Also ein Tierheim würde mir durchaus gefallen :-), auch die Möglichkeit, die Lieblingsrüstungen oder Onys Kopf auszustellen.

  19. Das ist doch meine Rede 🙂

    Wenn WoW-Kunden Housing kennen würden dann würde sie es mögen. Aber Blizzard Kunden sollen doch keinen Spaß haben und deshalb gibt es das nicht.

    Luna

  20. Noma Tierheim haben wollen 😉 .

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