Mieser Ruf

Wenn ich mir die Auktion anschaue und mich frage warum man derartiges macht dann lautet die Antwort immer „mieser Ruf“. Wenn ich als SchneeSturm einfach nur helfen wollte dann könnte ich auch 100.000 US$ oder gar eine Million US$ problemlos spenden und dadurch helfen.

Aber dann wüßte es ja keiner. Man beteiligt sich an derartigen Auktionen weil man weiß daß man einen miesen Ruf hat und man benutzt derartige Auktionen um diesen Ruf etwas aufzupolieren. Es handelt sich also um eine PR-Aktion – gegen die auch gar nichts einzuwenden ist.

Viel spannender ist jedoch die Frage „warum glaubt der SchneeSturm überhaupt daß er so einen schlechten Ruf hat daß er solche PR-Aktionen nötig hat ?“. An der Stelle glaube ich sie sind sich darüber im Klaren daß sie mit ihrem rüden Geschäftsgebahren sehr wohl den einen oder anderen vor den Kopf stoßen. Und daß der wirtschaftliche Schaden der ihnen aus Ihrem Verhalten erwächst in der Zwischenzeit derart groß ist daß sie versuchen gegenzusteuern. Ihr Verhalten anzupassen kommt für sie offensichtlich nicht in Frage. In jedem Fall ist es für sie billiger ein paar virtuelle Items herauszurücken – die sie schließlich nichts kosten – als selber richtiges Geld zu spenden.

So richtig bin ich am Ende nicht überzeugt daß sie außer etwas ambivalenter PR einen großen Vorteil von der Aktion haben.

Luna

4 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

4 Antworten zu “Mieser Ruf

  1. Kai

    Machen das nicht alle so? Seien es nun Stars oder Sternchen, andere große Firmen, bekannte Persönlichkeiten! Mir war ein derartiges Verhalten schon immer ein Dorn im Auge, unabhängig davon wer es nun initiiert. Es wird wohl daran liegen, das es eben entweder sehr viel billiger ist etwas für teures Geld von den Leuten kaufen zu lassen, als einmal selber tief in die Tasche zu greifen, oder eben der Publicity wegen. Vermutlich beides. Im Endeffekt geht es doch darum in einem guten Licht da zu stehen und das die Leute sagen können: „Mensch, was für eine sympatische Person/Firma, die tut was.“
    Ich finde sowas, egal wer es macht irgendwo heuchlerisch, denn letztendlich zahlen tut ein anderer und der, von dem das Geld kommt, bleibt unbenannt und der Initiator kann sich dann den Ruhm auf die Stirn schreiben. Was ich in diesem Fall allerdings nicht glaube ist, das es einen schlechten Ruf aufzuhübschen gibt, denn dieses Verhalten ist durchaus überall üblich bei denen die Rang und Namen haben: Sich für etwas zur Verfügung stellen, andere zahlen/spenden lassen und die Lorbeeren einheimsen.

    lg

    Kai

  2. Private items are from a Blizzard employee who wishes to remain anonymous.

    Würde nicht unbedingt sagen, dass Blizzard der Initiator ist. Außerdem hätten die sich nicht als anonym reingestellt, oder?

    LG

  3. Was ich in diesem Fall allerdings nicht glaube ist, das es einen schlechten Ruf aufzuhübschen gibt, denn dieses Verhalten ist durchaus überall üblich bei denen die Rang und Namen haben: Sich für etwas zur Verfügung stellen, andere zahlen/spenden lassen und die Lorbeeren einheimsen.
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    Sehe ich auch so, wieviele Stars stellen Kleidung, die sie ohnehin nicht mehr anziehen würden, für solche Auktionen zur Verfügung? Wobei ich das für wesentlich zynischer halte, als signierte Spieleboxen.
    Oder wie schnell werden Spendenhöhen bekannt, zuletzt von Angelina Jolie und Brat Pitt für Haiti? Das schien auch so eine Imagekampange zu sein, sonst hätten sie einfach das Geld überweisen können.
    Spenden bedeutet (in einer gewissen Gesallschaftsschicht) auch immer Geschäft.

  4. Gerade gefunden

    Der US-Blog „Daily Beast“ hat die Öko-Sünden einiger Hollywood-Stars aufgelistet – selbst diejenigen, die sich demonstrativ für grüne Politik und Umweltschutz einsetzen und dafür teils stattliche Summen spenden, sind in Sachen ökologischer Alltagsgestaltung enorm inkonsequent.

    http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,690957,00.html
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    Es gibt Leute die spenden aus Bedürfnis zu helfen und dann gibt es die, die es aus Imagegründen tun.