Wertlos

Im Zuge der Hofberichterstattung der Fansites wurde auch erwähnt daß Catakäse mit „3000 Quest – das ist 3x mehr als WotLK hatte“ ausgeliefert wird. Nach kurzen Nachdenken mußte ich leider feststellen daß diese Zahl völlig wertlos ist.

In Zahl der neuen Quests gehören zwar die in den beiden neuen Startgebieten und die von 80 nach 85 dazu. Allerdings ist auch bekannt daß tonnenweise alte Quest vernichtet werden, so zB die komplette Defias-Questreihe in Westfall. Die Vernichtung der alten Questreihen wegen dem sinnlosen Umbau der alten Welt macht es dann aber erforderlich dort wieder Quests aufzufüllen.

Solange keine ausreichende Differenzierung erfolgt muß davon ausgegangen werden daß in diesen „3000 Quest“ auch jene enthalten sind die als Ersatzfutter herhalten müssen. Im Questvergleich zwischen Catakäse und WotLK haben die aber gar nichts zu suchen weil WotLK eben keine alten Quest vernichtet hat.

Die Tage hat sich ein Gunslinger beschwert daß seine Leser ihm unkritisches Verhalten vorwerfen. Ich will mich zu der Kritik bei gamona.de nicht weiter äußern – das geht mich auch nichts an. Aber daß die deutschen Fansites da wirklich jeden Mist weitertragen ohne auch nur 5min darüber nachzudenken ob eine differenziertere Betrachtung nicht hilfreicher wäre macht die Situation eben auch nicht besser.

Für einen Vergleich zwischen WotLK und Catakäse hätte ich gerne gewußt wie viele Quests es von 80 nach 85 gibt – schade daß keiner der „Pressevertreter“ bei der SchneeSturm Veranstaltung danach gefragt hat …

Luna

11 Kommentare

Eingeordnet unter World of Warcraft

11 Antworten zu “Wertlos

  1. naja, also bei den üblichen quests ist doch eh alles dasselbe. du kennst doch die differenzierung der mmorpg quests. es gibt ja 3 arten:
    1. gehe zu punkt a.
    2. rede mit person b.
    3. töte c.

    das ganze kann man beliebig kombinieren und schon hat man 3000 quests 🙂

    weniger quests dafür epischere also umfangreichere sind meiner meinung nach viel spielenswerter als das übliche mmorpg design. wow hat die drei arten miteinander zu vermischen perfektioniert 🙂 , haben aber weniger wirklich gute quests.

  2. Mem

    Naja, Gunslinger aka Gungdil aka Garry ist Blizzard schon vor Jahren in den Hintern gekrochen, als D2 noch das aktuelle Game war. Mit WoW Ankündigung wurds dann richtig krass und weil er so gute Kontakte hatte, ist er ja dann auch erster deutscher CM geworden.

    Was unter anderem ein Grund ist, weshalb ich diese Seite schon seit Jahren nicht mehr besuche 😉

  3. Kai

    Die Frage nach der Anzahl der Quests ist in dem gamona Interwiew mit Tom Chilton doch beantwortet worden:

    „gamona: Für uns wirkt „Cataclysm“ eher wie ein Addon für ganz neue Spieler. Richtig große Neuerungen für die altgedienten Azerothler halten sich doch eigentlich in Grenzen, oder?
    Tom Chilton: Das würde ich nicht sagen. Es stimmt zwar, dass ein großer Teil von „Cataclysm“ auf den Level-Up-Prozess in der „neuen“ alten Welt abzielt, aber für Spieler der Stufe 80 gibt es trotzdem genug zu erleben. Ich würde schätzen, dass sich die Inhalte mit Wrath of the Lich King mindestens die Waage halten. Es dürfte also ähnlich lang dauern, bis die ersten Spieler Level 85 erreichen, auch wenn wir nur fünf neue Zonen haben. Dort werdet ihr aber ebenso viele Quests finden, wie in Wrath of the Lich King. Außerdem haben wir nun von Anfang an den heroischen Schwierigkeitsgrad in Raids – das gab es bei WotlK anfangs noch nicht. Und nicht zu vergessen: Gleich zwei neue Battlegrounds.“

    Das heißt doch, das es etwa 2000 neue/überarbeitete Quests für die Stufen 1 – 60 geben wird und ca. 1000 neue Quests für die Stufen 80 – 85.

    lg

    Kai

  4. Auseinander genommen:

    Es dürfte also ähnlich lang dauern, bis die ersten Spieler Level 85 erreichen, auch wenn wir nur fünf neue Zonen haben. Dort werdet ihr aber ebenso viele Quests finden, wie in Wrath of the Lich King.

    Es gibt wesentlich weniger EP pro Quest, da es für 80er eher weniger zu tun gibt und sie den Content strecken wollen.

    Außerdem haben wir nun von Anfang an den heroischen Schwierigkeitsgrad in Raids – das gab es bei WotlK anfangs noch nicht

    Wieviele Spieler spielen die Raids auf hero? Ich habe es noch nie gemacht und werde es wohl nie tun. Selbst von Raidern wird der Hero-Content kaum als Spiel-Inhalt wahrgenommen – wenn der Boss tot ist, dann ist er tot.

    Und nicht zu vergessen: Gleich zwei neue Battlegrounds.“

    Mit einem Tausendwintersee 2.0 (Azshara?) kann ich leben, mit einem Warsong 2.0 nicht – da kann ich gleich das ungeliebte Orginal spielen.

  5. Ganz im Gegenteil. Die Quests werden mehr Erfahrung bringen. Geschätzt um die 40-100 Tausend und du wirst entsprechend mehr Erfahrung für deine Level brauchen. Nimmt sich halt nur nichts vom zeitlichen Aspekt her, weil manch einer wieder nach einem Tag 85 sein wird und der Rest danach halt ganz normal folgt …

    Altes Warsong-Bg innovationslos auf Neu getrimmt halte ich nach den bisherigen Änderungen ansonsten noch für den größten Mist, mit dem die ihre Zeit vertun (aber scheinen ja genug zu haben). Gibt mir Rätsel auf, warum man das Gleiche zwei Mal machen muss.

    LG

  6. Ich sehe in der Weltumgestaltung von WoW eine Paralelle zum Versuch Ultima Online 2.0. Das Konzept sah auch eine Zerstörung der bekannten Spielewelt vor:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ultima_Online

    Traurig.

    Yitu

  7. Goa

    Die genaue Anzahl der Quest is mir eigentlich egal solange dieses Zitat hier zutrifft:

    „We don’t sing the praises of our quest design team enough. They have poured their souls into this expansion and you realize that from your very first quest. There are just so many „holy crap!“ moments.“

  8. Was mich am Wegfall der Defias-Quests stört ist, dass sie es waren, die Sturmwind gebaut haben und damit ein Teil der Geschichte einfach wegfällt.

  9. Tiaro

    Ich verstehe aber immer noch nicht ganz warum sich die Leute so darüber aufregen das zB. die Defias Quests weg fallen. Sicher die Questreihe war eine der schönsten im Spiel und auch die Story war interessant und hatte eine Doppelmoral, aber nur weil man sie nicht mehr spielen kann ist doch die Geschichte nicht verloren.

    Ich meine es ist zwischen Warcraft 3 und WoW so vieles passiert was man nicht spielen konnte und trotzdem ist die Story bekannt und keiner regt sich darüber auf. Nun wird dieses Kapitel halt geschlossen und ein neues wird geöffnet. Die Geschichte wiederholt sich nicht mehr sondern wird weiter geführt. Es kommen neue Questreihen die hoffentlich wieder eine tolle Geschichte erzählen. Aber deswegen ist das was passiert ist doch nicht verloren. Ist das nicht eigentlich viel mehr Angst vor Veränderung?

    Ich meine sicher ist es blöd das man nach dem Addon wohl nie mehr die alten Quests machen kann, da hat man nicht mitgedacht aber die Entwicklung der Welt zu verteufeln halte ich für falsch. Gerade das unterscheidet meiner Meinung nach ein MMO von einem Offline Rollenspiel und genau das war es auch was ich mir erhofft hatte als ich mit MMOs angefangen hatte, eine Welt die sich ständig entwickelt und verändert.

    MfG Tiaro

    PS: Was machen eigentlich die Leute die das Addon nicht kaufen?

  10. Das gleiche was die Leute machen die TBC nicht gekauft haben – sie hören auf. Wenn man den Verkaufszahlen von letzthin glauben darf war das fast jeder 2te Classic-Kunde.

    Luna

  11. Gerade das unterscheidet meiner Meinung nach ein MMO von einem Offline Rollenspiel und genau das war es auch was ich mir erhofft hatte als ich mit MMOs angefangen hatte, eine Welt die sich ständig entwickelt und verändert.

    die welt ändert sich nur nach einem addon oder in kleinerem rahmen nach einem patch, ansonsten ist sie so wie die entwickler sie erstellt haben. wenn man wirklich eine veränderbare welt möchte, dann sollte man sich guild wars 2 anschauen. aber alles andere ist eben das normale statische, einmal gesehen reicht (es sei denn es kommt ein patch und es wurde an dem gebiet gearbeitet).