Aion merges – Teil 2

Ende Mai habe ich darüber geschrieben daß die EU-Server von Aion zusammen gelegt werden sollen und das Spiel als EU-„Flop“ bezeichnet. Was mir von weinerlichen Fanbois gleich wieder dümmliche Kommentare eingetragen hat. NCsoft sieht es allerdings wohl ähnlich wie ich. Deren Chef hat den fehlenden wirtschaftlichen Erfolg jetzt mit „zu asiatisch“ begründet.

Das ist doch regelmäßig meine Rede. Es gibt einen klaren kulturellen Unterschied (in der EU möglicherweise noch stärker als in USA) und der hat Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg. Man kann deshalb oftmals schon im Vorfeld schnell sagen „dieses oder jenes Produkt wird in der EU keinen Erfolg haben“ auch wenn man nur kleine unfertige Teile davon gesehen hat.

Dabei ist ein „westliches“ Produkt noch lange kein Garant für Erfolg in der EU. Vanguard, DDO, Age of Conan sind da sehr schöne Beispiele dafür daß man sein Produkt immer noch gegen die Wand fahren kann.

Die Aussage zeigt aber daß das Problem in Asien angekommen ist. Immer mehr Asia-Spiele auf dem EU-Markt werden das Problem nicht lösen. Die Akzeptanz für solche Spiele ist einfach zu klein. Die Lösung dafür könnte ganz einfach sein – RPG in der EU entwickeln.

Es ist immer leichter etwas für eine bestimmte Kultur herzustellen wenn man Bestandteil dieser Kultur ist.

Luna

Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Aion merges – Teil 2

  1. Darkor

    Ich spiele Aion nun seit Release und kann nur aus eigener Erfahrung sagen, daß ich es nicht „grindiger“ als z.B. WoW finde. Ich bin aber auch gerade mal 44 und spiele das Spiel nicht im Hinblick darauf, schnell 50 zu werden. Aion war für mich von Anfang an nur als Lückenfüller gedacht. Mich lange an ein Spiel binden, wie ich es anfangs an WoW getan habe, mag ich nicht mehr. Wenn es ein bißchen Spaß in meiner Freizeit bringt, reicht das.

    Alles, was viele Spieler in MMOs als erstrebenswert ansehen, wie schnell max. Stufe, gute Ausrüstung usw. habe ich jahrelang in WoW mitgemacht. Und am Schluß war alles irgendwie sinnlos und nur die guten Erinnerungen an alte Zeiten blieben. Dabei aber auch die Erinnerungen an Sachen, die man nur für „den Charakterfortschritt“ gemacht hat und die eben keinen Spaß machten.
    Ich gehe jetzt nicht mehr ins Hamsterrad, sondern spiele, wie es mir gefällt und da paßt Aion ganz gut dazu. Man kann größtenteils Instanzen meiden (bisher war ganze 4x in Instanzen; die Abneigung dagegen hat mir der Grind in WoW und besonders in WotLK gebracht) und das Grundgerüst in Aion mit Klassen usw. finde ich gut.

    Vielleicht gefällt mir Aion auch gerade so gut, weil es lange braucht, bis man in die Endcontent kommt, der mich wahrscheinlich, wie am Ende bei WoW, nerven würde.