Der Twink, der Fehler

Spieler mit einer Online-Zeit von 6-10 Stunden/Woche sollten nicht twinken. Nicht weil man es ihnen untersagt sondern weil in einem MMORPG ausreichend Content vorhanden sein sollte damit diese Spielergruppe – ich will sie einmal als Casuals bezeichnen – mit ihrem Main mehr als ausreichend beschäftigt sein sollten. Egal ob im Raid oder beim Questen, beim PvP oder was auch immer – einer dieser „Kern-Spielziele“ sollte schon ausreichen um diese Spieler im Spiel zu halten.

Natürlich führt ein solches Spiel-Design dazu daß „Casuals“ andere Startgebiete als das Eigene „eher nicht“ zu Gesicht bekommen. Aber was diese Zielgruppe dann als Gegenleistung bekommt das ist Sicherheit – die Sicherheit daß für sie mehr als ausreichend Content im Spiel vorhanden ist sollten sie ihre Onlinezeiten zB verdoppeln. Bei einem solchen Konzept ist auch sicher gestellt daß die die „Hardcore“ Spieler (wieder egal ob Raider, PvPler oder Superquester) genug Content vorhanden ist ohne daß die „Casuals“ wirklich abgehängt werden.

Wie aber sieht es beim Monopolisten aus ? Das haben selbst die meisten „super-duper-Casuals“ ihre 3x 80er Chars die sie aus Content-Mangel hoch gespielt haben. In diesem Fällen nutzt sich die Bindung an die eigenen Charaktere und das Spiel doch sehr sehr deutlich ab.

Weil „jedem“ klar ist daß man (solange es genug Klassen gibt) zwar weitere Twinks hoch spielen kann aber daß es nur noch die sozialen Bindungen zur Gilde/Fliste ist die einem im Spiel hält und schon lange nicht mehr das Spiel selber …

Luna

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4 Antworten zu “Der Twink, der Fehler

  1. Weil „jedem“ klar ist daß man (solange es genug Klassen gibt) zwar weitere Twinks hoch spielen kann aber daß es nur noch die sozialen Bindungen zur Gilde/Fliste ist die einem im Spiel hält und schon lange nicht mehr das Spiel selber …

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    Mein Spielspaß hängt nicht von anderen Personen ab.
    Klar macht es Spaß z.B. die Minis zu leveln, aber ich würde es alleine genauso tun. Wenn ich Lust auf WoW habe spiele ich, wenn nicht, dann ruht das Spiel eben ein paar Tage / Wochen….auch nicht schlimm.

  2. Nachtrag:

    In diesem Fällen nutzt sich die Bindung an die eigenen Charaktere und das Spiel doch sehr sehr deutlich ab.


    Bei mir ist das Gegenteil der Fall, seit ich twinke gefällt mir Noma umso besser.

    Mag damit zu tun haben, dass sie am besten ausgestattet ist, aber sie spielt sich mit Abstand am komfortabelsten.
    Beim Schurken stört es mich, ständig in Inis Schurkenhandel casten zu müssen (was später über Irreführung auch den Jäger treffen wird), beim Schamanen brauchte ich mich eigentlich nicht wiederbeleben und Katze ist eben auch ein Nahkämpfer.

  3. irodeschi

    Hm, grundsätzlich gebe ich dir recht! Allerdings hat es bei mir Jahre gebraucht, ehe ich – bedingt durch meine zum Teil mangels Interesse an PvP, Gelegenheit zu Raids, Neugier auf andere Berufe, Nah- und Fernkampf, private Gründe usw. zahlreich erstellten Twinks – herausgefunden habe, was mir liegt, was mir dauerhaft am meisten Spaß macht. Das lag selten am Spiel selbst, sondern an meiner ausgeprägten Neugier auf Neues. Noch heute passiert es mir, dass ich urplötzlich die Lust an einer Klasse verliere und eine andere priorisiere. Umgekehrt auch wieder. Sprunghaftigkeit kann man es nennen, aber auch Liebe zur Abwechslung. Jedoch kam mir bisher selten in den Sinn, das dem Spiel selbst anzukreiden, welches mir grundsätzlich wirklich eine Menge Möglichkeiten bietet. Ich sah das Problem bisher eher in anderen Spielen, als bei WoW.

  4. Noch heute passiert es mir, dass ich urplötzlich die Lust an einer Klasse verliere und eine andere priorisiere.

    – Ich schimpfe häufig wie ein Rohrspatz über Priester, aber letztendlich wollte ich keinen anderen Main. Ich habe Noma als erstes erstellt und werde sie vermutlich bis zu Ende als Main beibehalten. Wenn ich mich zwischen allen anderen und ihre entscheiden müsste, käme es eben zur Massenlöschung 😉 .