Rail-Shooter

Es gibt einen Begriff aus der Shooter-Szene der für mich sehr sehr gut auf Catakäse paßt – Rail-Shooter. Dabei handelt es sich um ein strikt lineares Spiel-Design bei dem der zahlende Kunde wie auf Eisenbahnschienen zum Ziel gelenkt wird. Diesen Eindruck erweckt auch Catakäse bei mir.

Früher war es doch so daß ich in eine Stadt gekommen bin und dort 5-10 neue Quests hatte. Die haben mir dann erst einmal das Quest.log voll gemüllt aber ich als Spieler habe entschieden welche Quest ich wann mache. Der Trend davon weg war schon bei WotLK deutlich spürbar. Hin ging es zu wenigen Quest und erst wenn falls man Quest-Zustand xyz erreicht hat da gab es neue. Was in meinem Fall dazu geführt hat daß ich so manche Questreihe bei der unterwegs das Panzer-UI auftauchte gar nicht erst abschließen konnte sondern feststeckte. Am exzessivsten wurde das Konzept dann in der Eiskrone benutzt und ich habe etwas getan was ich normal nicht mache – ich habe aufgehört zu questen.

Der zahlende Kunde muß spielen können und dazu gehört auch das Auslassen einzelner Quest. In dem Augenblick wo die Quest derart verflochten sind daß man sie „machen muß“ wird es immer Kunden geben die ihr Spiel-Engagement an sich in Frage stellen.

Classic-WoW war ein nicht-lineares RPG … davon bleibt nach Catakäse nichts über …

Luna

Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Rail-Shooter

  1. Aber lange und epische Questreihen haben ihren Reiz. Questhubs gab es schon zu Klassik-Zeiten, aber durch die vielen Zonen und doppelte Abdeckung der Levelbereiche hatte man vielmehr Möglichkeiten, Quests auszulassen. Gerade in großen Zonen wie Brachland, kam man recht schnell weiter, sodass man gar nicht alle Quests benötigte.
    Hinterland, Ödland, Silberwald – da hab ich erst mit 70 gequestet. Und dabei einige coole Gegenstände entdeckt, die ich damals gerne gehabt hätte.
    😮

    Ich glaube, was Dir fehlt, ist einfach mehr Masse und Breite bei den Quests. Selbst im Lichking-Addon wurde man 80, ohne alle Gebiete betreten zu müssen, außer für Inis.
    Aber es fehlte einfach eine breitere Basis an Aufgaben. 10 bis 15 Quests pro Questhub sind einfach zu wenig.
    Ich erinnere mich, als sie diesen Goblin-Stützpunkt in den Sümpfen des Vergessens (bei Ony der) einführten und stolz wie Bolle eine Unzahl an Quests versprachen.
    Da war ich auch enttäuscht, wie wenig es letztlich waren. Und das versprochene Weitermachen mit neuen Questhubs in der alten Welt blieb ja dann aus.