Archiv der Kategorie: MMO-Allgemein

4 Jahre später – Teil 2

Was mir doch auffällt ist die Tatsachen daß die „WoW-Bloggospähre“ die es 2010/2011 gab weitgehend erloschen ist. Es gibt niemanden mehr der ein tägliches Blog zum Hobby hat und die meisten haben spätestens 2013 aufgehört zu schreiben. Die einzige die noch gelegentlich schreibt das ist die Noma. Aber auch die ist derzeit wieder in WoW-Pause.

Aus meiner Sicht hatte das Schreiben übder das Spiel immer sehr viel mit der „Betroffenheit“ zu tun. Wenn sich jemand über einen Nerf oder einen dummen Patch ärgert, dann kann das eben auch dazu führen daß er darüber schreibt. Also ist jetzt alles gut in WoW ? Ich denke nicht. Ich denke nach der langen Zeit hat einfach die Begeisterung abgenommen. Man identifiziert sich weniger mit dem Hobby und schaltet einfach öfters aus. Das Bedürfnis zum Schreiben hat außerdem auch mit dem „Wahrgenommen werden“ zu tun. Wenn ich sowieso weiß daß alle die einstmal mein Blog gelesen haben nicht mehr spielen und damit datürlich auch keine entsprechenden Blogs mehr lesen nicht mehr da sind dann fällt es schwerer sich hin zu setzen und Texte „zu Papier“ zu bringen.

Völlig überraschend hat mein Blog auch nach 4 Jahren noch bis zu 10 Aufrufe pro Tag – meinen doch sehr plakativen Überschriften zum Dank 🙂

Luna

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Cause and Effect

Im Video-„Manifesto“ auf ihrer Website sprechen die Leute von Guild Wars 2 mehrfach von „Cause and Effect“ (Ursache und Wirkung). Grundsätzlich finde ich das gut. Allerdings bin ich der Auffassung daß man es dem Kunden auch sagen muß.

Gibt es eine Entscheidung zu treffen dann muß man den Spieler auch tatsächlich in die Lage versetzen diese zu treffen. Es muß also klar sein daß an der Stelle X eine Entscheidung Y getroffen wird die Auswirkung auf das Spiel hat. Im Idealfall hat der Spieler sogar eine ungefähre Vorstellung davon was das für eine Auswirkung sein kann. KotoR hatte ein derartiges System.

Das „Problem“ das dann allerdings entsteht ist daß die Spieler auch tatsächlich die Entscheidungen treffen sie sie selber mögen und nicht unbedingt die die sie laut Entwickler treffen „sollen“. Ist ein Quest-NPC einfach nur „unsympathisch“ oder „uncool“ kann es durchaus passieren daß an einer Spiel-Relevanten Stelle eine überwiegende Mehrheit die Entscheidung Z trifft und damit die Spielbalance beeinflußt.

Mal schauen ob das bei Guild Wars 2 klappt. Immerhin wird uns dieses Mal Persistenz versprochen. Teil 1 war zumindest ein Online RPG welches ein wirtschaftlicher Erfolg war. Ob sein Nachfolger das wiederholen kann muß man abwarten. Saubere Technik, gute Klassen, schöne Geschichten und brauchbares UI sollten allerdings helfen.

An der Stelle gilt das Konzept von „Cause & Effect“ nicht nur für die Spieler sondern auch für die Hersteller und Anbieter 🙂

Luna

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Kein Wunder

Es geht das Gerücht der Entwickler des „Autorennspiel-MMO“ das unter dem seltsamen Namen „All Points Bulletin“ vertrieben wurde, sei pleite. Auch wenn die das dementieren und erklären sie sollen „nur“ das Bezahlmodell kurz nach dem Start ändern.

Naja, kein Wunder. MMO „verlangt“ faktisch eine persistente Welt. Nicht weil das irgendwer so definiert hat sondern weil alles andere nur wenig mehr ist als was schon seit mehr als 20 Jahren unter „Multi-Player“ bekannt ist. Spiele mit Missionen Online oder im LAN gibt es schon lange und rechtfertigen keine Abo-Gebühr. Wer das nicht einsehen mag und Online-Multiplayer nur gegen Gebühr erlaubt der muß damit rechnen daß ich zu den Kostenlos-Spielen bei Facebook wechsele.

Will ich den Kunden aber monatlich das Geld aus der Tasche ziehen dann muß ich ihnen einen Mehrwert bieten. Die persistente Welt ist da durchaus ein erfolgreicher Ansatz. Aber es eignet sich einfach nicht jedes Spielkonzept für eine solche Welt. Ich kann mir auch kein RTS/eSport/Schach als persistente Welt vorstellen. Dafür sind solche Spiele einfach zu sehr auf ihren Missionscharakter reduziert.

Es hat seinen Grund warum wir die letzten 10 Jahre weitgehend nur RPG Spiele als MMO gesehen haben. RPG ist ein Spielkonzept das sich in herausragender Weise für persistente Welten eignet. Das heißt nicht daß nicht auch andere Konzepte möglich sind.

So lange ich da keinen wirtschaftlichen Erfolg gesehen habe gehe ich davon aus daß da einfach nur das Geld der Investoren verbrannt werden soll wenn jemand etwas anderes als ein MMORPG entwickelt.

Luna

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Final Fantasy 14 – Teil 2

Wie ich nach ewig langem suchen auf der Flash-Trash Website dann gesehen habe ist der Thaumaturg, den ich in die Schublade „Heiler“ gesteckt hatte ein „Leech-Heiler“. Sogar mit AE-Leech.

Der Leech-Heiler ist nach meiner Meinung dem Passiv-Heiler durch das Design unterlegen. Trotzdem hätte ich mir den Thaumaturg normalerweise angeschaut einfach um sich eine Meinung bilden zu können und zum Vergleichen.

Aber wenn ich an die Preisgestaltung der Abos denke dann fällt das Spiel bei mir automatisch in die Flop-Schublade und da liegt es dann zusammen mit so manch anderem Spiel mit „Potential“. Das reicht nämlich nicht aus um seine Entwicklungskosten wieder einzuspielen. Man muß das Potential auch ausnutzen und richtig umsetzen um im Massenmarkt dann auch Erfolg zu haben.

Was die Japaner da geritten hat daß weiß der liebe Gott alleine. Im Massenmarkt gibt es immer eine gewisse Normierung durch den Markt selber. Wenn alle Autohersteller ihre Gangschaltung in der Mittelkonsole haben dann baue ich sie doch nicht in die linke Seitentüre ein nur um „innovativ“ zu sein. Sondern ich gehe her und baue sie da hin wo sie alle hin bauen damit sich mein Kunde schnell zurecht findet.

Wenn ich schon anders bin als der Markt dann muß ich auch besser sein und mein „anders“ muß dann einen echten Mehrwert bieten.

Luna

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Final Fantasy 14

Da draußen gibt es eine Serie die schon seit vielen Jahren einen guten Ruf genießt und aus Japan kommt – Final Fantasy. Demnächst auch als Folge 14.

Das Problem ist für mich zunächst die Flash-Trash Seite auf der ich (mal wieder) kaum die Informationen finde die ich suche. Wenn ich sie finde dann tue ich mir schwer sie zu verstehen. Gibt es wirklich 18 Klassen ? Davon 3 Sammler und 8 Berufs-Klassen ? Also nur 7 (5 Melee und 2 Caster) „normale“ Klassen ? Oder habe ich das Konzept einfach nicht verstanden ? Bei den beiden Castern sehe ich 1x „Heiler“ und einen „Ele-Magier“. War es das wirklich ? Selbst für eine „low-magic-Welt“ finde ich das etwas wenig.

Gut ist die „reale“ Grafik die auch weg vom „Asia-Kitsch-Stil“ führt. Das transportiert dann doch gleich eine ganz andere Atmosphäre als so mancher „Konkurrent“. Bei den Sprachen sehe ich neben englisch auch französisch und deutsch und das wird auch als entsprechender Spiele-Clients angeboten.

Das Kampfsystem sieht mir nach „Konsolen-Steuerung“ aus und erinnert mich sehr sehr deutlich an Tekken & Co. Was ich erneut für einen Fehler halte. Aktive (hektische) Kampfsysteme haben sich bei MMOs doch noch nie durchsetzen können. Aber egal – es ist ja nicht mein Geld dass da verbrannt wird.

À propos Geld – was soll der Spaß denn kosten ? 12,99 Euro/Monat + 3 Euro/Monat für jeden weiteren Char + 1 Euro/Monat für jeden Gehilfen (jeweils max 8 je Account) – beim maximalen Ausbau also 41 Euro/Monat

Dummheit & Habgier treffen das Spiel kritisch … das Spiel stirbt …

Luna

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Die Ratten und das Schiff

So langsam hat so manche Ratte erkannt daß der Schiff mit dem Abo-Modell am Sinken ist und versucht auf den vorbeifahrenden f2p-Zug auf zu springen (nicht leicht vom Wasser aus -_-).

Neuster Akteur ist SOE. Die bauen EQ2 zum „f2p“ um und orientieren sich dabei an Funcom und ihrer 4 Klassen-Gesellschaft. So sieht die bei Sony aus. Was sehe ich da als erstes ? Level 90 gibt es nur für diejenigen die 200 US$ im Voraus bezahlen ?

*roflcopter*

Diese Dreistigkeit und Arroganz ist (neben dem derzeitigen Monopolisten der allerdings keine Anstalten macht auf den f2p Zug auf zu springen) nur noch dem Ex-Monopolisten zu zu trauen. Ich erinnere daran daß der Item-Shop vor Jahren schon einmal zaghaft im Westen angeklopft hat und wegen fehlender Akzeptanz (und völlig bescheuerter Preise) seinen Rückzug antreten mußte. Jetzt soll es also die 200 US$ Vorauszahlung für Sony retten ? Im Voraus bezahlen und dafür keine Gegenleistung in Form vom neuem Content bekommen ? So blöde müßte ich mal sein ^^

Eine Eigenheit des Item-Shops ist doch daß die Entscheidungskontrolle ob/wann Geld fließt zurück zum Kunden wandert. Bleibt der Content aus dann gibt es einfach keine Kohle mehr solange bis der Anbieter den Mangel abstellt. Sony versucht stattdessen seine Kunden abzuzocken und ihnen für ihr gutes Geld auch weiterhin keinen ausreichenden Content zu bieten.

Wenn ich mir das Drama anschaue dann bekomme ich den Eindruck daß die eine oder andere Nase in der Spiele-Branche ganz schön verzweifelt ist …

Luna

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Weniger Umsatz

Auf gamona.de gibt es einen Artikel zum MMO-Markt an sich mit durchaus beeindruckenden Zahlen. Danach sinken nämlich die Umsätze in der Online-Branche.

Wen soll das denn wundern ?

„Online spielen“ ist zunächst einmal nur eine Sonder-Form von „gemeinsam spielen“ und das ging in der Vergangenheit schon einmal kostenlos. Sogar über das Internet. Sogar bei Blizzard. Der Abo-Gebühr wohnt das Versprechen inne daß es dafür einen Mehrwert gibt zB in Form von Moderation durch GM. Wer die Tage in WoW hineinschaut wird feststellen daß von Moderation im /handel weit und breit nichts zu sehen ist.

Gleichzeitig wollen viele eine Spielentwicklung sehen. Wenn ein Spiel aus 1990 besser ist als das aus 2000 und viel besser als das aus 2010 warum soll ich denn das neue Spiel kaufen ? Insbesondere wenn auch diese nur eine baby bunte Comic Welt liefert ? Die sinkende Bereitschaft Geld für Online-Spiele auszugeben ist eine direkte Reaktion auf die fehlende Leistung des Marktes entsprechend attraktive Produkte anzubieten. Das jetzt endende Quartal beim Monopolisten kann uns mehr verraten. Die Sonder-Aktion mit dem Plastik-Pferd sollte viele, viele zusätzliche Millionen in die Taschen von EA gespült haben. Das wird man dann auch in den Quartalszahlen sehen.

Wenn nicht dann gibt es Einbrüche bei den Spielerzahlen auch beim Monopolisten und die Firmen müssen fragen lassen sich ob sie nicht doch langsam etwas mehr Gegenleistung für das Geld der Spieler bieten wollen.

Luna

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DE-Markt – Teil 2

Die Tage schreibe ich noch zu bigpoint und gameforge „Beide müßten sicherlich auch RPG-Kompetenz zukaufen. Radon-Labs könnte da sicherlich in Frage kommen …“ und was lese ich nun ? BigPoint übernimmt RadonLabs.

Ja, das macht sehr viel Sinn ! Für mich ist das eine nachvollziehbare und vernünftige Entscheidung. Da wird Kompetenz die man nur in Massen hat geschickt zugekauft. Gleichzeitig eröffnet man sich neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft. Das Zusammenwachsen von RPG und persistenten Welten wird uns wohl zumindest mittelfristig entweder ein richtiges MMORPG aus dem Hause bigpoint bescheren oder aber zumindest deren Browser-Spielen mehr RPG-Kompetenz verleihen.

Das ist natürlich bitter für RadonLab daß die ihre Eigenständigkeit und auch Personal verlieren. Aber für den DE Markt haben wir auf diese Art und Weise einen weiteren potentiellen lokalen MMO-Anbieter am Start. Ob darauf dann am Ende auch ein Produkt steht das muß man sicherlich noch abwarten. Aber für uns Spieler kann es nur gut sein wenn eine möglichst breite Basis an Anbietern MMORPG Kompetenz erwirbt und dann auch eine breite Palette an möglichst guten Spielen anbietet.

Vielfalt an Massenmarkt tauglichen Produkten, Kundenorientierung und Verständnis für DE/EU Befindlichkeiten das ist das was ich mir für die Zukunft für uns Kunden erhoffe – da ist die hier getroffene Entscheidung ein Schritt in die richtige Richtung.

Luna

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Allods Online

Mit Allods Online gibt es einen weiteren kostenlosen baby-bunten WoW-Klon. Auch wenn der direkte Konkurrent eher „Runes of Magic“ heißt. Der Hauch von Wettbewerb der da aus dieser Ecke kommt dürfe dem Monopolisten mittelfristig Probleme bereiten – das hatte ich auch schon die Tage thematisiert.

In jedem Falle sorgen diese Produkte dafür daß der „Nachwachsen“ der WoW Spieler schwächer ausfällt als in der Vergangenheit und daß der Monopolist gut daran tut sich stärker auf diejenigen zu konzentrieren die überhaupt noch spielen anstatt darauf zu vertrauen auch weiterhin Neu-Kunden zu akquirieren.

Obwohl diese Produkte in der Zwischenzeit technisch durchaus ausgereift sind stellen sie aus 3 einfachen Gründen auch weiterhin keine unmittelbare Gefahr für den Monopolisten dar :

    Die übertrieben kindlich-bunte Grafik dürfte die Masse der über 12-jährigen eher abschrecken.
    Das RPG-Klassen-Design ist „asiatisch-schlecht“ und kann mit keinem westlichen Produkt mithalten (obwohl mir das Talentpunkte-System aus Allods-Online durchaus zusagt)
    Schon wieder Fraktions-System anstatt KoS

Mit einer „richtigen“ Grafik die zumindest ein 2006er DDO-Niveau erreicht und „richtigen“ Klassen wären beide – also „Runes of Magic“ wie auch „Allods Online“ eine massive Gefahr für das Produkt des Monopolisten. Aber was viel wichtiger ist – sie spielen ihre Entwicklungskosten wieder ein und die Betreiber bekommen (hoffentlich) ein Gespür dafür was in diesem MMO-Markt geht und was nicht.

Und mit ein bischen Glück sehen wir zwischen 2015 und 2020 endlich ein Produkt das diesem Einäugigen Monopolisten zeigt wo der Barthel den Most holt 🙂

Luna

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EVE Online unter OS X

Wann immer ich die Chance sehe Spiele unter OS X zu nutzen ergreife ich sie. Nicht nur weil Software für den Apple so selten ist sondern auch weil ich unterstelle daß Anbieter die sich um einen OS X Port bemühen auch auf dem PC in höherem Masse als sonst sich um Spielbarkeit & Kompatibilität bemühen.

Nachdem der Warhammer Test die Tage so derbe in die Hose gegangen ist wollte ich nun (ungeachtet wie toll ich EvE finde) auch EvE Online testen. Das .dmg ist 2.7GB groß. Das ist mir „an sich“ schon zu groß und jenseits meiner persönlichen Schmerzgrenze bei der ich bereit bin einen Download zu starten. Das entpackte .dmg ist dann auch 5,64 GB groß – das ist schon ganz ordentlich groß. Die Settings hat er mir nach dem Auto-Scan auf Maximum gesetzt – bei 1920×1080 Auflösung. Also das ist wirklich kein Vergleich zur WoW-Ruckel-Engine des Monopolisten die nur mit minimalen Settings läuft.

Aber nach dem ersten guten Eindruck fangen die Probleme gleich an. Was ist der Unterschied der Völker ? Von intuitiv und selbsterklärend keine Spur. Ob die Entscheidungen die ich da getroffen habe irgendwelche Auswirkungen hatten oder rein kosmetischer Natur waren … keine Ahnung.

Dann kam der Tutorial-Crash-Kurs. Den kenne ich schon aus 2006 als ich das Spiel schon einmal anschaut habe. Ich habe zu keiner Zeit verstanden wo vorne und hinten ist bei meinem Raumschiff. Ich habe während des Einführungs-Tutorials genau wie 2006 abgebrochen weil ich während des Tutorials gestorben bin nachdem ich den allerersten Test-Gegner nicht geschafft habe. Auch das kenne ich schon aus 2006 – ich verstehe die Raumschiff-Steuerung einfach nicht 😉

Aber darum ging es ja nicht – diejenigen die seltsame und abgedrehte Raumschiff Spiele mögen die können das jetzt auch unter OS X spielen – weil funktionieren tut es.

Luna

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Kunden

Bei der Frage „wer ist Kunde eines MMORPGs ?“ liegt man historisch sicherlich nicht völlig falsch wenn man in die Schubladen „Computerspiele-Freak“ und „RPG-Nerd“ schaut. Auf die beiden Gruppen war sicherlich auch Sony/SOE fixiert wenn sie Inhalte für EQ1 erstellt haben. Das hat aber nicht gelangt um den Massenmarkt zu erreichen. Der starke Fokus auf die Zielgruppe hat dazu geführt daß man andere mögliche Kunden aus den Augen verloren hat.

Am Ende kam es wie es kommen mußte. Ein Anderer trat auf eroberte den Massenmarkt und erntete die Früchte auf die Sony so lange gewartet hatte. Heutzutage spielen Hausfrauen, Schichtarbeiter, Rentner und viele andere. Damit ist die Zielgruppe deutlich weniger homogen als noch vor 10 Jahren. Der Fokus auf diesen oder jenen Teilmarkt ist damit nicht hilfreich weil man immer in Gefahr gerät daß dies zu Lasten eines anderen Teilmarktes geht.

Außerdem muss ich als Anbieter viel mehr Komfort bieten. Dabei reicht es nicht mehr daß die Einstellung A über die Haupteinstellung B Untereinstellung C und dort über Schalter D erreicht werden kann. Intuitive Benutzerführung ist neben „fehlerfreier Software“ und umfangreichem Komfort genauso wichtig um im Massenmarkt und gegen den neuen Monopolisten bestehen zu können.

Damit tun sich Firmen die sich auf die „Computerspiele-Freak“ und „RPG-Nerd“ konzentrieren naturgemäß schwer und natürlich ist das ein Vorteil für den SchneeSturm der da wütet.

Luna

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ST Oh weh !

Es gibt Bilder aus der beta zu Star Trek Online und ich habe sie mir angeschaut. Mein Ersteindruck war „5 Jahre alte Grafik auf WoW-Niveau“. Das kann man mit einem herausragenden Spielkonzept sicherlich noch retten. Wie sehen denn die Bilder mit Minimum-Grafik aus ? … *schlucken* Nee, oder ? Das ist nicht Euer Ernst ?

So muß Vorkriegsgrafik ausgesehen haben als die Militärs mit ihren schrankgroßen Geräten erste Computer Versuche machten. Das ist derart schlecht, das rettet auch kein Spieldesign mehr ! Das ist … da fehlen mir einfach die Worte ! Was habt ihr Euch dabei gedacht ? Wolltet ihr ein paar Investoren ins Armenhaus treiben ? Warum habt ihr das Geld nicht verbrannt oder besser noch – einfach aus dem Fenster geworfen ? Dann wäre ich vorbei gekommen und hätte es aufgesammelt. Ich halte es für mehr als ausgeschlossen daß ein solches „Produkt“ seine Investitionskosten jemals wieder einspielt.

Welche Firmen sind denn eigentlich an diesem Projekt beteiligt ? Gibt es Aktien von diesen Unternehmen und werden die auch irgendwo gehandelt ? Weil wenn ja, dann werde ich jetzt erst einmal ein paar Leer-Verkäufe machen und mir mit der Inkompetenz dieser Firmen die Taschen füllen.

Mir ist schlichtweg unverständlich warum sich Programmierer, Spiele-Entwickler und Grafiker mit dieser Bereitwilligkeit selber der Lächerlichkeit Preis geben.

Luna

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Du bist schuld

Immer wieder findet man in Internet Meinungen bei denen die Schuld für die Unzufriedenheit der MMO-Kunden (Aion, WoW, was auch immer) den Kunden zugewiesen wird – so nach dem Motto „Spaß ist das was ihr daraus macht. Gebt Euch einfach mehr Mühe auch Spaß zu haben“.

Das erste was mir dazu einfällt ist „da verwechselt jemand Ursache mit Wirkung“. Zuerst gab es doch einen unzufriedenen Kunden und dann hat er seine Meinung auch geäußert. Daß er mit seiner Meinung an der heile Welt anderer Kunden rüttelt ist Bestandteil des Rechts auf freie Rede – genau wie auch die zufriedenen Kunden sagen dürfen daß sie zufrieden sind. Wenn es die heile heile Welt der glücklichen Kunden stört dann sollen sie nicht lesen was andere schreiben.

Das zweite ist „da hat jemand das Prinzip einer Dienstleistung nicht verstanden“. Wer würde dem Kunden eines Freizeitparks die Schuld zuweisen wenn Mängel das Erlebnis trüben ? Wer würde sagen „es ist Deine Schuld daß Dir dieser Film nicht gefallen hat, gib Dir einfach mehr Mühe ?“ Wenn ein Produkt einem Kunden nicht gefällt ist es niemals die Schuld des Kunden sondern die Schuld des Herstellers der den Geschmack des Kunden mit seinem Produkt nicht trifft.

Als drittes fällt mir ein „die Zufriedenheit bei offline-Spielen ist doch kaum höher“. Wie viele Software-Produkte werden wohl nach kurzer Zeit in die Tonne getreten weil das Produkt den Versprechungen der Werbung nicht standhält oder so viele Mängel enthält daß es nicht benutzbar ist ? Die Unzufriedenheit bei MMOs ist wohl kaum höher als sonst bei Spielen – nur daß die EDV-Branche das erste Mal ein Feedback erhält wie es um ihre Arbeitsqualität bestellt ist. Naturgemäß tut das weh. Das liegt aber an der Qualität der geleisteten Arbeit.

Die Reaktion „du bist schuld“ ist das no-go eines Dienstleisters. Wer das nicht glauben mag der möge einmal ein Praktikum bei eienr Werbeagentur machen oder etwas Pädagogik studieren.

Oder einen Beruf wählen der nichts mit Verkauf zu tun hat 🙂

Luna

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10 Jahre Asherons Call


10 Jahre wird das Erstlingswerk von Turbine derzeit – und Turbine feiert es entsprechend. Wenn ich mir dazu die Grafiken anschaue dann habe ich den Eindruck die Engine nimmt sich nicht all zu viel mit der von WoW. Im direkten Vergleich würde ich sogar eher dem SchneeSturm Produkt das Prädikat „baby-bunt“ verleihen als der uralt-Engine. Was wohl auch den Grafik-Stil geschuldet ist der deutlich weniger kitschig und unrealistisch wirkt.

Neben dem Chaos-Laden Funcom, Sony und Mythic gehört Turbine damit zu den Veteranen in diesem Markt – ohne jemals nennenswerte Marktanteile erworben zu haben. Dabei bestanden 2006 durchaus gute Chancen mit DDO dem 2ten Monopolisten signifikante Marktanteile abzunehmen. Aber anstatt sich auf DDO zu konzentrieren hat man die Einnahmen aus dem Spiel für den Erwerb der Speed-Tree Lizenz für LotRO benutzt. Wie das Tanzen auf 2 (4 !) Hochzeiten dann ausgegangen ist das wissen wir alle.

Eigentümer von Turbine sind nach meinem derzeitigen Kenntnisstand die Warner Brothers. Was ein Problem ist – wird denen doch nachgesagt nicht einmal genügend Mittel mehr zu haben um direct2dvd Filme fertig stellen zu können.

Andererseits wäre Asherons Call längst eingestellt wenn der damalige Finanzier Microsoft nicht noch immer brav bezahlen würde. Solange die Jungs aus Redmond nicht pleite gehen oder den Vertrag kündigen wird die Kohle fließen – egal wie wenig viele Spieler das Produkt noch hat.

Asherons Call hat das Zeug dazu zum am längsten laufenden MMO aller Zeiten zu werden.

Luna

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Star Trek Online

In der Regel berichte ich selten über SF-MMOs und das hat seinen guten Grund. Ich glaube nicht daß sie funktionieren. Ich weiß – Eve-Online tut es in der Nische und SWG hat es bis zum NGE-Patch getan.

Aber zur Erinnerung das RPG in MMORPG steht für Role-Playing-Game und wenn man sich anschaut welche Produkte bei den Pen & Paper funktioniert haben dann waren es die Fantasy-RPGs die die ganz großen Marktanteile hatten. Bei den SF-Spiele waren es teilweise dann auch noch Cyber-Punk Szenarien die gut liefen.

Der nächste Nachteil eines STO ist der der Lizenz – schon wieder. Welche gekaufte Lizenz hat sich denn nicht als Flop erwiesen ? Am besten läuft noch LotRO was nach meiner Einschätzung aber der Qualität des Spieles zuzurechnen ist und nicht der Lizenz – die behindert das Spiel eher zB bei den möglichen Klassen.

Der derzeitige Monopolist wie auch der Ex-Monopolist haben hingegen ihre eigene Welt erschaffen und konnten diese gut an die Besonderheiten eines MMO anpassen – was ich bei einer Lizenz eher nicht kann und so manche Lizenz eignet sich einfach nicht als MMO. Bei mir ist im Laufe der Jahre der Pessimismus gewachsen. Zu viele Flops – zu viele verbrannte Millionen an Spiele-Entwicklung. Am Ende hat es viel mit Vertrauen in die Fähigkeiten der Programmierer, Entwickler und Designer zu tun – genauer mit dem Fehlen von Vertrauen.

Ich würde mich für die Jungs von Cryptic freuen wenn STO ein Erfolg wird aber ich habe Zweifel daß sie überhaupt ihre Entwicklungskosten wieder einspielen …

Luna

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Konsolen-MMO

Auf der GDC haben die Jungs von Turbine heraushängen lassen daß die derzeit an einem MMO für Konsolen-only arbeiten. Das ist dann der x-te versuch MMOs auf der Konsole zu etablieren. In der Vergangenheit war der Monopolist WinzigWeich Haupttriebfeder. Allerdings sind alle Ansagen in dieser Richtung bislang im Sande verlaufen.

MMO auf der Konsole heißt in jedem Falle Zwangs-Voice weil die Tastatur zum Chatten fehlt. Das wird durchaus spannend weil nicht jeder will will die Stimmen Besoffener, 8jähriger oder aber bestimte Dialekte beim Spielen hören. Andererseits sind Shooter oder RTS Spiele etabliert und natürlich ist es möglich ein mmoRTS oder mmoShooter zu machen.

Konsole heißt aber auch Lo-Res. Ich brauche also ein Spiel das in hohem Masse auf Konsole optimiert ist. UI und taktische Informationen stellen viel höhere Anforderungen als am PC. Was die Herstellung deutlich teurer machen sollte. Sind die Konsoleros denn auch bereit höhere Preise zu akzeptieren ? Oder wird denen einfach weniger geboten ?

Was Turbine da versucht hat bislang noch keiner geschafft. Die haben aber auch WinzigWeich im Nacken sitzen. Besteht die MMO-Partnerschaft mit denen doch schon seit 10 Jahren. Wenn es jetzt nichts wird dann wird es nach den vielen Flops in dieser Richtung nichts mehr und MMO bleiben dem PC vorbehalten.

Ich selber will lieber ohne Zwangs-Voice spielen – für mich kommt ein Konsolen-MMO nicht in Frage.

Luna

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Champions Online

In der Zwischenzeit ist Champions Online live gegangen und auch wenn ich den Jungs von Cryptic alles gute Wünsche – für massenmarkttauglich halte ich das Spiel nicht.

Das fängt schon damit an daß es optisch eine „Kopie“ von „City of Heroes“ ist – und schon das war ein reines Nischenprodukt. Gut gemacht, mit einer zufriedenen Zielgruppe aber … in einer Mini-Nische die wohl kaum größerer Sprünge erlaubt. das hat auch damit zu tun daß der extreme Comic-Style wohl die meisten potentiellen Kunden abschreckt. Auch ein moderner Comic-Kino-Film lebt weniger von den Kostümen und den Superkräften der Helden sondern von der Action und den zwischenmenschlichen Geschichten die erzählt werden. Nicht ohne Grund waren die Comic-Adaptionen der 60er und 70er Jahre wenig erfolgreich. Erst als man anfing „realistische“ Filme zu machen kamen auch die großen Erfolge.

Man muß an der Stelle klar sagen daß man eher einen 60jährigen WoW-Spieler findet als einen 60jährigen Comic-Leser. Die Nische richtet sich nach meiner Meinung klar an die minderjährigen MMO-Spieler. Ahnlich wie im Kino wo die Eltern mit ihren Kleinen in irgendwelche Animationsfilme gehen. Für ein massenmarkttaugliches Produkt würde ich mich vom Konzept her an einem usk16 orientieren.

Ich selber bin durch WoW defnitiv „Comic-geschädigt“ und teste solche Produkte nicht einmal mehr.

Luna

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Die Seuche

Später als erwartet haben Turbine und Codemasters das 2te Addon zu LotRO bekannt gegeben. Damit hatte ich schon im Mai gerechnet und an der Stelle wird meine Erwartungshaltung bestätigt.

Dann aber wird meine Vorfreude deutlich getrübt. Es gibt keine neuen Klassen und das Level Cap wird nur um 5 Stufen angehoben. *kotzen* *kotzen* *kotzen*

Ich habe das schon die Tage beim Monopolisten bemängelt – warum sollte ich Turbine/Codemasters jetzt anders behandeln ? Ich halte leveln auch weiterhin für essentiell in einem RPG und kaufe keine Addons bei denen die Anhebung des Levelcaps halbiert wird. Wobei – auch ein halbes Addon hat natürlich einen Wert. Ohne physikalische Datenträger sehe ich den Wert des LotRO Addons zwischen 4,99 Euro und 9,99 Euro. Wird es zu diesem Preis verkauft dann ist das Preis-/Leistungsverhältnis schon ok. Wird es wie die Bücher bisher als kostenloser Content angeboten gibt es gar nichts zu bekritteln am Preis.

Was mich aufregt ist „die Verabredung der MMO-Anbieter das Leveln abzuschaffen.“ Wenn sie das wollen dann sollen sie doch MMORTS, MMOadventure oder MMOshooter anbieten und sehen ob sie dafür Abonnenten bekommen. In einem MMOprg ist es leveln Kern-Content und zwar bitte wie bisher um volle 10 Stufen je Addon.

Wie bei einer Ebola-Seuche greift die Anhebung des Level-Caps um nur 5 Stufen um sich.

Luna

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Never Winter Nights MMO

Nach unbestätigten Gerüchten arbeitet Atari an einem Never Winter Nights MMO. Deshalb gibt es jetzt eine Klage von Turbine. Das darf nicht verwundern das Verhältnis zwischen den beiden ist im besten Fall „unterkühlt“. Ich erinnere mich noch gut an 2006 als sie ihren Streit um die DDO Game-Cards auf Kosten der Kunden und des Spieles austrugen.

Was mir aber zu aller erst in den Sinn kam war „Atari, die haben doch kein Geld“ gefolgt von einem „in welchem Zustand wird das Spiel wohl auf den Markt geworfen“ und als drittes von einem „die Forgotten Realms sind doch eine Hi-Magic Welt. Es hatte doch einen Grund warum sich Turbine gezielt für die Lo-Mogic Welt Eberon entschieden hat“.

An sich dachte ich es hätte sich herum gesprochen daß mit mit einem MMO sehr viel Geld verlieren kann wenn das Projekt Fehler aufweist. Daß Lizenzen der Gralsweg zum MMO-Glück sind das hat die Vergangenheit an sich deutlich widerlegt. Kein Wunder daß ich spontan meine Augenbrauen gen Himmel wandern sehe wenn ich ein solches Gerücht lese. Andererseits typisch für einen Anbieter ohne jede MMO-Erfahrung der in seiner wirtschaftlichen Not nach jedem Strohalm greift der sich ihm bietet.

Hätte Atari mich gefragt dann hätte ich ihnen dringenst geraten auf die Verwurstung einer Lizenz zu verzichten.

Luna

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Be careful

Im englischen gibt es diesen schönen Satz „be careful what you wish for“ und ich bin dieser Tage durchaus geneigt dies dem den EA-Vorstandsmitglied Gerhard Florin zuzurufen – der will nämlich die usk abschaffen.

Vom Grunde her rennt er da bei mir offene Türen ein weil auch für mich ist es nicht nachvollziehbar warum der deutsche Jugendschutz in den Händen einer GmbH liegt deren wirtschaftliches Interesse darin besteht möglichst viele usk-Aufkleber zu verkaufen. Der gute Mann will angeblich PEGI auch in Deutschland einführen und „dass die Hersteller selbst künftig vorschlagen, welche Alterseinstufung ein Spiel bekommen soll“.

Zur Verantwortung gehört aber auch die Haftung wenn es denn nicht klappt. Wie könnte die Haftung wenn aussehen ? Bußgelder für die Firmen, Gefängnis für die Manager, Besitzverbote wären Möglichkeiten. Ich kann aber nicht sehen daß derartige Maßnahmen weniger drastisch wären als die Auswirkung einer usk18. Die Rechtslage verlangt die Einhaltung des Jugendschutzes.

Genau so wenig wie ich mir den den USA ein kostenloses Gesundheitssystem für alle vorstellen kann, so kann ich mir vorstellen daß die Bundesrepublik Deutschland den Jugendschutz abschaffen wird. Am Ende reden wir also von kulturellen Unterschieden und nicht vom Nutzen einer usk. Daß der Nutzen der usk eher gering ist … halte ich für unstrittig. Aber eine Diskussion über den Einsatz von PEGI in Deutschland anzustoßen das ist ziemlich ungeschickt.

Die Konsequenzen könnten sehr viel drastischer sein.

Luna

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