Archiv der Kategorie: MMO-Allgemein

DE-Markt – Teil 2

Die Tage schreibe ich noch zu bigpoint und gameforge „Beide müßten sicherlich auch RPG-Kompetenz zukaufen. Radon-Labs könnte da sicherlich in Frage kommen …“ und was lese ich nun ? BigPoint übernimmt RadonLabs.

Ja, das macht sehr viel Sinn ! Für mich ist das eine nachvollziehbare und vernünftige Entscheidung. Da wird Kompetenz die man nur in Massen hat geschickt zugekauft. Gleichzeitig eröffnet man sich neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft. Das Zusammenwachsen von RPG und persistenten Welten wird uns wohl zumindest mittelfristig entweder ein richtiges MMORPG aus dem Hause bigpoint bescheren oder aber zumindest deren Browser-Spielen mehr RPG-Kompetenz verleihen.

Das ist natürlich bitter für RadonLab daß die ihre Eigenständigkeit und auch Personal verlieren. Aber für den DE Markt haben wir auf diese Art und Weise einen weiteren potentiellen lokalen MMO-Anbieter am Start. Ob darauf dann am Ende auch ein Produkt steht das muß man sicherlich noch abwarten. Aber für uns Spieler kann es nur gut sein wenn eine möglichst breite Basis an Anbietern MMORPG Kompetenz erwirbt und dann auch eine breite Palette an möglichst guten Spielen anbietet.

Vielfalt an Massenmarkt tauglichen Produkten, Kundenorientierung und Verständnis für DE/EU Befindlichkeiten das ist das was ich mir für die Zukunft für uns Kunden erhoffe – da ist die hier getroffene Entscheidung ein Schritt in die richtige Richtung.

Luna

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Allods Online

Mit Allods Online gibt es einen weiteren kostenlosen baby-bunten WoW-Klon. Auch wenn der direkte Konkurrent eher „Runes of Magic“ heißt. Der Hauch von Wettbewerb der da aus dieser Ecke kommt dürfe dem Monopolisten mittelfristig Probleme bereiten – das hatte ich auch schon die Tage thematisiert.

In jedem Falle sorgen diese Produkte dafür daß der „Nachwachsen“ der WoW Spieler schwächer ausfällt als in der Vergangenheit und daß der Monopolist gut daran tut sich stärker auf diejenigen zu konzentrieren die überhaupt noch spielen anstatt darauf zu vertrauen auch weiterhin Neu-Kunden zu akquirieren.

Obwohl diese Produkte in der Zwischenzeit technisch durchaus ausgereift sind stellen sie aus 3 einfachen Gründen auch weiterhin keine unmittelbare Gefahr für den Monopolisten dar :

    Die übertrieben kindlich-bunte Grafik dürfte die Masse der über 12-jährigen eher abschrecken.
    Das RPG-Klassen-Design ist „asiatisch-schlecht“ und kann mit keinem westlichen Produkt mithalten (obwohl mir das Talentpunkte-System aus Allods-Online durchaus zusagt)
    Schon wieder Fraktions-System anstatt KoS

Mit einer „richtigen“ Grafik die zumindest ein 2006er DDO-Niveau erreicht und „richtigen“ Klassen wären beide – also „Runes of Magic“ wie auch „Allods Online“ eine massive Gefahr für das Produkt des Monopolisten. Aber was viel wichtiger ist – sie spielen ihre Entwicklungskosten wieder ein und die Betreiber bekommen (hoffentlich) ein Gespür dafür was in diesem MMO-Markt geht und was nicht.

Und mit ein bischen Glück sehen wir zwischen 2015 und 2020 endlich ein Produkt das diesem Einäugigen Monopolisten zeigt wo der Barthel den Most holt 🙂

Luna

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EVE Online unter OS X

Wann immer ich die Chance sehe Spiele unter OS X zu nutzen ergreife ich sie. Nicht nur weil Software für den Apple so selten ist sondern auch weil ich unterstelle daß Anbieter die sich um einen OS X Port bemühen auch auf dem PC in höherem Masse als sonst sich um Spielbarkeit & Kompatibilität bemühen.

Nachdem der Warhammer Test die Tage so derbe in die Hose gegangen ist wollte ich nun (ungeachtet wie toll ich EvE finde) auch EvE Online testen. Das .dmg ist 2.7GB groß. Das ist mir „an sich“ schon zu groß und jenseits meiner persönlichen Schmerzgrenze bei der ich bereit bin einen Download zu starten. Das entpackte .dmg ist dann auch 5,64 GB groß – das ist schon ganz ordentlich groß. Die Settings hat er mir nach dem Auto-Scan auf Maximum gesetzt – bei 1920×1080 Auflösung. Also das ist wirklich kein Vergleich zur WoW-Ruckel-Engine des Monopolisten die nur mit minimalen Settings läuft.

Aber nach dem ersten guten Eindruck fangen die Probleme gleich an. Was ist der Unterschied der Völker ? Von intuitiv und selbsterklärend keine Spur. Ob die Entscheidungen die ich da getroffen habe irgendwelche Auswirkungen hatten oder rein kosmetischer Natur waren … keine Ahnung.

Dann kam der Tutorial-Crash-Kurs. Den kenne ich schon aus 2006 als ich das Spiel schon einmal anschaut habe. Ich habe zu keiner Zeit verstanden wo vorne und hinten ist bei meinem Raumschiff. Ich habe während des Einführungs-Tutorials genau wie 2006 abgebrochen weil ich während des Tutorials gestorben bin nachdem ich den allerersten Test-Gegner nicht geschafft habe. Auch das kenne ich schon aus 2006 – ich verstehe die Raumschiff-Steuerung einfach nicht 😉

Aber darum ging es ja nicht – diejenigen die seltsame und abgedrehte Raumschiff Spiele mögen die können das jetzt auch unter OS X spielen – weil funktionieren tut es.

Luna

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Kunden

Bei der Frage „wer ist Kunde eines MMORPGs ?“ liegt man historisch sicherlich nicht völlig falsch wenn man in die Schubladen „Computerspiele-Freak“ und „RPG-Nerd“ schaut. Auf die beiden Gruppen war sicherlich auch Sony/SOE fixiert wenn sie Inhalte für EQ1 erstellt haben. Das hat aber nicht gelangt um den Massenmarkt zu erreichen. Der starke Fokus auf die Zielgruppe hat dazu geführt daß man andere mögliche Kunden aus den Augen verloren hat.

Am Ende kam es wie es kommen mußte. Ein Anderer trat auf eroberte den Massenmarkt und erntete die Früchte auf die Sony so lange gewartet hatte. Heutzutage spielen Hausfrauen, Schichtarbeiter, Rentner und viele andere. Damit ist die Zielgruppe deutlich weniger homogen als noch vor 10 Jahren. Der Fokus auf diesen oder jenen Teilmarkt ist damit nicht hilfreich weil man immer in Gefahr gerät daß dies zu Lasten eines anderen Teilmarktes geht.

Außerdem muss ich als Anbieter viel mehr Komfort bieten. Dabei reicht es nicht mehr daß die Einstellung A über die Haupteinstellung B Untereinstellung C und dort über Schalter D erreicht werden kann. Intuitive Benutzerführung ist neben „fehlerfreier Software“ und umfangreichem Komfort genauso wichtig um im Massenmarkt und gegen den neuen Monopolisten bestehen zu können.

Damit tun sich Firmen die sich auf die „Computerspiele-Freak“ und „RPG-Nerd“ konzentrieren naturgemäß schwer und natürlich ist das ein Vorteil für den SchneeSturm der da wütet.

Luna

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ST Oh weh !

Es gibt Bilder aus der beta zu Star Trek Online und ich habe sie mir angeschaut. Mein Ersteindruck war „5 Jahre alte Grafik auf WoW-Niveau“. Das kann man mit einem herausragenden Spielkonzept sicherlich noch retten. Wie sehen denn die Bilder mit Minimum-Grafik aus ? … *schlucken* Nee, oder ? Das ist nicht Euer Ernst ?

So muß Vorkriegsgrafik ausgesehen haben als die Militärs mit ihren schrankgroßen Geräten erste Computer Versuche machten. Das ist derart schlecht, das rettet auch kein Spieldesign mehr ! Das ist … da fehlen mir einfach die Worte ! Was habt ihr Euch dabei gedacht ? Wolltet ihr ein paar Investoren ins Armenhaus treiben ? Warum habt ihr das Geld nicht verbrannt oder besser noch – einfach aus dem Fenster geworfen ? Dann wäre ich vorbei gekommen und hätte es aufgesammelt. Ich halte es für mehr als ausgeschlossen daß ein solches „Produkt“ seine Investitionskosten jemals wieder einspielt.

Welche Firmen sind denn eigentlich an diesem Projekt beteiligt ? Gibt es Aktien von diesen Unternehmen und werden die auch irgendwo gehandelt ? Weil wenn ja, dann werde ich jetzt erst einmal ein paar Leer-Verkäufe machen und mir mit der Inkompetenz dieser Firmen die Taschen füllen.

Mir ist schlichtweg unverständlich warum sich Programmierer, Spiele-Entwickler und Grafiker mit dieser Bereitwilligkeit selber der Lächerlichkeit Preis geben.

Luna

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Du bist schuld

Immer wieder findet man in Internet Meinungen bei denen die Schuld für die Unzufriedenheit der MMO-Kunden (Aion, WoW, was auch immer) den Kunden zugewiesen wird – so nach dem Motto „Spaß ist das was ihr daraus macht. Gebt Euch einfach mehr Mühe auch Spaß zu haben“.

Das erste was mir dazu einfällt ist „da verwechselt jemand Ursache mit Wirkung“. Zuerst gab es doch einen unzufriedenen Kunden und dann hat er seine Meinung auch geäußert. Daß er mit seiner Meinung an der heile Welt anderer Kunden rüttelt ist Bestandteil des Rechts auf freie Rede – genau wie auch die zufriedenen Kunden sagen dürfen daß sie zufrieden sind. Wenn es die heile heile Welt der glücklichen Kunden stört dann sollen sie nicht lesen was andere schreiben.

Das zweite ist „da hat jemand das Prinzip einer Dienstleistung nicht verstanden“. Wer würde dem Kunden eines Freizeitparks die Schuld zuweisen wenn Mängel das Erlebnis trüben ? Wer würde sagen „es ist Deine Schuld daß Dir dieser Film nicht gefallen hat, gib Dir einfach mehr Mühe ?“ Wenn ein Produkt einem Kunden nicht gefällt ist es niemals die Schuld des Kunden sondern die Schuld des Herstellers der den Geschmack des Kunden mit seinem Produkt nicht trifft.

Als drittes fällt mir ein „die Zufriedenheit bei offline-Spielen ist doch kaum höher“. Wie viele Software-Produkte werden wohl nach kurzer Zeit in die Tonne getreten weil das Produkt den Versprechungen der Werbung nicht standhält oder so viele Mängel enthält daß es nicht benutzbar ist ? Die Unzufriedenheit bei MMOs ist wohl kaum höher als sonst bei Spielen – nur daß die EDV-Branche das erste Mal ein Feedback erhält wie es um ihre Arbeitsqualität bestellt ist. Naturgemäß tut das weh. Das liegt aber an der Qualität der geleisteten Arbeit.

Die Reaktion „du bist schuld“ ist das no-go eines Dienstleisters. Wer das nicht glauben mag der möge einmal ein Praktikum bei eienr Werbeagentur machen oder etwas Pädagogik studieren.

Oder einen Beruf wählen der nichts mit Verkauf zu tun hat 🙂

Luna

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10 Jahre Asherons Call


10 Jahre wird das Erstlingswerk von Turbine derzeit – und Turbine feiert es entsprechend. Wenn ich mir dazu die Grafiken anschaue dann habe ich den Eindruck die Engine nimmt sich nicht all zu viel mit der von WoW. Im direkten Vergleich würde ich sogar eher dem SchneeSturm Produkt das Prädikat „baby-bunt“ verleihen als der uralt-Engine. Was wohl auch den Grafik-Stil geschuldet ist der deutlich weniger kitschig und unrealistisch wirkt.

Neben dem Chaos-Laden Funcom, Sony und Mythic gehört Turbine damit zu den Veteranen in diesem Markt – ohne jemals nennenswerte Marktanteile erworben zu haben. Dabei bestanden 2006 durchaus gute Chancen mit DDO dem 2ten Monopolisten signifikante Marktanteile abzunehmen. Aber anstatt sich auf DDO zu konzentrieren hat man die Einnahmen aus dem Spiel für den Erwerb der Speed-Tree Lizenz für LotRO benutzt. Wie das Tanzen auf 2 (4 !) Hochzeiten dann ausgegangen ist das wissen wir alle.

Eigentümer von Turbine sind nach meinem derzeitigen Kenntnisstand die Warner Brothers. Was ein Problem ist – wird denen doch nachgesagt nicht einmal genügend Mittel mehr zu haben um direct2dvd Filme fertig stellen zu können.

Andererseits wäre Asherons Call längst eingestellt wenn der damalige Finanzier Microsoft nicht noch immer brav bezahlen würde. Solange die Jungs aus Redmond nicht pleite gehen oder den Vertrag kündigen wird die Kohle fließen – egal wie wenig viele Spieler das Produkt noch hat.

Asherons Call hat das Zeug dazu zum am längsten laufenden MMO aller Zeiten zu werden.

Luna

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