Archiv der Kategorie: MMO-Allgemein

Zeitrahmen

Wenn ich mir so den Zeitrahmen für die nächsten Patches anschaue dann wird das alles sehr sehr eng. Der 3.08patch kann frühestens am 8 Januar kommen. Der 3.1content-patch wird es zeitlich auf keinen Fall Anfang Februar schaffen sondern realistischerweise Ende Februar/Anfang März.

Damit wären rund 4 Monate zwischen dem Erscheinen des Addons und 3.1content vergangen. Wenn die „verlorene Zeit“ nicht wieder aufgeholt wird kann man davon ausgehen daß es maximal 3 Content Patches im Jahr 2009 geben wird. Für ein Addon bei dem doch sehr viele Spieler sagen „da ist wenig drinnen“ ist das deutlich zu wenig.

Andererseits kann der Einäugige es sich „erlauben“ weil die Konkurrenz der Blinden ist auch 2008 nicht aus den Pötten gekommen – und der Ausblick auf 2009 ist nicht besser.

Der nächste „ernstzunehmende“ PvE-Anbieter kommt 2011/2012 (?) mit SW:ToR bis dahin erwarte ich keine grundsätzlichen Veränderungen bei den Marktanteilen

*weinen*

Luna

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Open beta – RoM

Die Open-beta zu „Runes of Magic“ ist gestartet und auch ich habe mir angeschaut wie es denn so läuft. Ich kann sagen es ruckelt im Startgebiet – es ruckelt aber nicht schlimmer als WoW.

Der Vergleich mit dem Marktführer drängt sich beim Betreten den Startgebietes sowieso sofort auf – irgendwie sieht es hier aus wie im „Wald von Elwynn“ – nur mit schöneren Avataren.

Das f2p hat nämlich höher auflösende Spielfiguren als der Marktführer was dem Spielerlebnis deutlich zu Gute kommt – es gibt deutlich weniger Brechreiz beim Herumlaufen und Herumschauen der anderen neuen Mitspieler.

Des weiteren würde ich sagen die Koreaner (und frogster soweit die Mitsprache haben) die haben gut geklaut. Das Schild da erinnert mit ganz stark an die „missives“ aus Vanguard und … voilá da sind meine „daili“-Quests.

Ich finde man merkt daß die Koreaner versucht haben sich etwas dem westlichen Markt zu nähern – es ist etwas weniger bunt und weniger „manga-haft“ als viele andere vergleichbare Produkte. Ob das langt für einen wirtschaftlichen Erfolg ? Schwer zu sagen – grundsätzlich denke ich der Marktführer hat viele potentielle MMO-Kunden auch wieder vertrieben – so sehr ist sein Produkt auf quantitative Veränderungen aus gelegt und zu wenig aus qualitative.

Für die die neu in diesem Markt kommen ist ein f2p aber immer attraktiver als die Abo-Gebühr – insbesondere wenn man im Startgebiet keine/kaum Unterschiede wahr nimmt. So ganz langsam sehe ich das Ende des Abo-Modells auch in EU/US kommen – Runes of Magic kann seinen Anteil dazu leisten.

Luna

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MMO-Design: Kampfanimationen

Ab und an Frage ich mich was ich wohl machen würde wenn ich ein MMO entwickeln würde. Welche Entscheidungen würde ich treffen und warum wohl ?

Heute geht es um Kampfanimationen (im weiteren Sinne um Kampfstile), die kann man von einer Waffe abhängig machen, von einer Klasse oder aber von einem Talentbaum. Beispiele für erstes ist WoW, für 2teres AoC (glaube ich) – für letzteres fällt mir eben kein Spiel ein.

Ich würde den Kampfstil (und die dazu gehörigen Animationen) an eine Waffe „festhängen“. Schon alleine deshalb weil es nicht unbegrenzt viele Kampfstile gibt und ich wenn ich mehr „als 3 Klassen“ habe spätestens beim ersten Addon feststellen muss „es gibt keinen weiteren Kampfstil mehr“ und dann sowieso einen verwenden muss den ich schon habe. Es ist die „vernünftige“ Entscheidung auch wenn es heißt alle Elfen, Trolle, Halblinge und Menschen kämpfen mit ihren Kämpfern auf die gleiche Art im Spiel. Wenn sie es nicht sollen, dann bekommt das eine Volk eben einen „Krieger“ anstatt einem „Kämpfer“ zugeteilt.

Das die Völker mit gleicher Ausrüstung auf die gleiche Art kämpfen (können) ist nicht schlimm weil ich kann der Ausrüstung ja einen „kulturellen Hintergrund“ Markierung geben (wie es in Vanguard üblich war). Dann trägt ein Elf ein 2H Schwert mit dem „kulturellen Hintergrund“ „Elfen“ das ganz anders ausschaut wie ein „Halbling-Schwert“ beide machen auf die gleiche Art und Weise mit ihren Schwertern Schaden (warum auch nicht – warum sollen Halblinge nicht von Elfen oder Trollen lernen wie man „richtig“ mit Schwertern kämpft ?) und trotzdem sind die optischen Unterschiede/Erkennbarkeit gewährleistet.

Schwächeln wird ein derartiges Design immer dann wenn ich Klassen-typische Kampfstile habe die sich sehr deutlich von anderen Unterscheiden (Beispiel: Martial Arts). Andererseits führt ein derartig einzigartiger Kampfstil dann auch meist dazu daß ich kulturell einzigartige Waffen habe. Dann kann ich sehr wohl einen Waffentyp „Schwert“ und einen Waffentyp „Katana“ deklarieren und die Kampfstile wieder durch die Waffen deklarieren.

Es ist ein stabiles Konzept und robust gegen Erweiterungen … so würde ich es machen …

Luna

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Mehr als die Hälfte ist geschafft

Census kennt jetzt mehr als 1,5 Mio Jediritter Todesritter. Nachdem wird wissen daß Census nur die US/EU Daten hat und insbesondere die asiatischen Realms fehlen ist es mehr als vernünftig davon aus zu gehen daß von den „11 Mio Kunden“ sich in der Zwischenzeit mehr als 20% einen erstellt haben und wir deutlich mehr als 2 Mio Jedis schon jetzt haben.

Ich habe letzthin den Censuszahlen selber eine Ungenauigkeit von bis zu 30% zugestanden. Das bedeutet aber auch daß wir auch weit mehr als 2 Mio Jedis schon auf US/EU Servern haben können. Wir hätten dann weltweit sicherlich schon die 3 Mio Jedis überschritten.

Nochmal zur Erinnerung, alles was wir derzeit sehen ist der „die erste neue Klasse nach 4 Jahren“ Effekt. Der Design-Fehler der „Heldenklasse“ den Start ab Stufe 55 zu ermöglichen kommt erst deutlich zum Tragen wenn der eine oder andere müde mit seinem Main ist und sich einen neuen Twink hochzieht.

Im Sommer habe ich erstmals von „4 Mio Todesritter“ gesprochen. In bemerkenswert kurzer Zeit scheint sich diese Vorhersage zu erfüllen. Natürlich ist nicht jeder Jedi ein Main, genauso wenig wie jeder 70er ein Main war. Aber nur 150.000 Jedis kennt Census mit Stufe 55 … der Rest (also 90%) wurde zumindest teilweise gespielt.

Der Jedi ist keine Heldenklasse. Eine Heldenklasse wäre beispielsweise eine Spielerweiterung gewesen bei der man die Option zur Klassenerweiterung zur Multiklasse gehabt hätte wie es zB in DDO möglich war oder wie in GW. Eine Heldenklasse könnte mit der anderen Fraktion sprechen, würde Auktionen aus seinem Gildenhaus aus in Auftrag geben oder in „public Dungeons“ den schwachen Klassen am Level-Cap helfen. Der Jedi ist nur ein Design-Fehler …

Luna

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Ich habe mich geirrt

Ich habe ja immer gelästert Spellborn sei Vaporware. Das stimmt nicht, wieder erwarten scheint es jetzt doch live zu gehen. Die Vollversion mit 13,- Euro Abogebühr kann man auf der Website kostenlos downloaden. Die Sache mit dem Download macht Sinn … wenn ich ein „schwaches Produkt“ habe dann gebe ich beim Preis halt etwas nach und verbessere meine Chancen beim Kunden. Weil ein MMO idR von der Abogebühr lebt kann ich auf den Kaufpreis von früher verzichten und das Spiel „verschenken“.

Und was ist drinnen ?

Naja … das Spiel kennt 3 „Klassen“ auch Archetypen genannt und innerhalb einer Klasse eines Archetypus dann 3 Talentskillungen Klassen. Das ist jetzt nicht wirklich viel. Neu und anders als die Konkurrenz ist das Fadenkreuz-System mit dem manuellen Zielen wie in einem Kriegsspiel. Aber paßt so etwas wirklich in ein MMO ? Ich weiß es nicht.

Wir werden es sehen sobald wir die ersten Abozahlen haben. Aber der Abopreis konkurriert mit dem auch mit den anderen großen Anbietern. Ob der Abopreis dann aber auch wettbewerbsfähig ist ? Ich habe da doch deutliche bedenken. Andererseits habe ich auch nicht mehr angenommen daß ein Spellborn überhaupt noch erscheint und auch da habe ich mich geirrt. Ich erlaube mir Nils Bohr zu zitieren … „Vorhersagen sind immer schwierig – vor allem über die Zukunft“.

Luna

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Schlechtwetterzone

So wie es derzeit ausschaut haben die Macher von Stargate Worlds die Schlechtwetter-Zone erreicht. Angeblich können sie derzeit ihre Mitarbeiter nicht mehr bezahlen. Auf Rückfrage haben sie die Schlechtwetterzone bestätigt.

Das ist nicht gut. Neben SW:ToR ist Stargate Worlds derzeit das einzige SF-MMO in Arbeit. Das Spiel basiert zwar auf der BigWorld Engine aus Dark & Light …. dem schlechsten MMO aller Zeiten.

Aber Dark & Light ist jetzt mehr als 2 Jahre her und die Jungs auf Reunion sind still und leise in der Versenkung verschwunden – während es die Australier und ihre Engine noch immer gibt. Scheinbar verdienen sie sogar Geld damit. Meine Zweifel ob es sinnvoll war sich für diese Engine zu entscheiden nehmen ab auch wenn meine Vanguard Erfahrungen die grundsätzlichen Bedenken stützen (Zur Erklärung: die BigWorld Engine ist der Vanuard Engine ähnlich nur daß es dynamische Chunks gibt anstatt der statischen Chunks in Vanguard)

Aber scheinbar haben die Investoren Zweifel. Und in Zeiten in den NCsoft mit einem Tabula Rasa einen 3-stelligen Millionen Betrag verbrannt hat, hinterfragt der eine oder andere Investor sein Investment sicherlich. Was ich persönlich bedauerlich finde. Von den ganzen VaporWare-Produkten hat ein StarWate Worlds sicherlich das beste Design … hinter einem God & Heroes das leider auch nie über den alpha Zustand hinauskam.

Und während die Blinden umherirren und im Nebel stochern läuft der Einäugige mit den Taschen voller Geld umher und bekommt sein selbstherrliches Grinsen nicht aus dem Gesicht.

*brechen*

Luna

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Bye bye Massive

Was viele lange vergessen haben … das erste „M“ in MMO steht für „massive“. An sich sollte man also erwarten daß ein Spiel voll ist wenn ich es als Neu-Kunde das erste Mal betrete. Als vor 10 Jahren die ersten richtigen MMOs das Licht der Welt erblickt haben war die Technik allerdings nicht in der Lage 100.000 Spieler auf einer Welt zu verkraften.

Als Folge waren die Shards (heute: Realms) geboren. Damals galt ein Richtwert von 10000 Accounts je Shard bei 2000 gleichzeitig online. Bis heute hat sich daran nichts wesentliches verändert. Warum eigentlich ?

Wo ist der so viel propagierte technische Fortschritt wenn es darum geht auf einer Welt 100.000 Kunden unter zu bringen und auf der 20.000 gleichzeitig spielen können ? Wo sind die Lösungen um sicherzustellen daß schwankende Populationen (nach oben wie nach unten) das Spielerlebnis meiner zahlenden Kunden nicht beeinträchtigen ? Beim Spieldesign gibt es keinen Fortschritt, die „EDV-Profis“ kommen aus ihrer Fachidioten-Ecke nicht heraus und sind nicht in der Lage Alternativen zum Althergebrachten zu liefern.

In der Folge bleibt „massive“ eine leere Floskel bei der auch weiterhin 5 Leute in einer Instanz abgeschottet vor sich hin spielen und die Server abfackeln wenn in einer Stadt mehr als 100 Kunden auf einem Fleck stehen. „Massive“ sieht anders aus, finde ich.

Luna

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Tabula Rasa pleite – jetzt offiziell

Am 26. August habe ich von Gerüchten geschrieben wonach es mit dem Spiel zu Ende geht. Dazu gibt es jetzt die offizielle Bestätigung, am 28.Februar ist es vorbei.

Wieder ist ein Spiel gescheitert das unfertig beim Start war. Wieder ein Spiel mit deutlich zu langer Entwicklungszeit (6 Jahre). Mich persönlich hatte am meisten die „Kriegspiel-ähnliche“ Steuerung abgeschreckt die dazu geführt hat dass das Spiel bei mir unspielbar war.

Im Februar diese Jahres hatte ich noch davon berichtet (noch im alten Blog) daß die Entwicklungskosten bei 100 Mio US$ gelegen haben. Ich gehe nicht davon aus daß der Betrieb des Spieles auch nur einen Teil der Kosten wieder hereingebracht hat – ich glaube der Betrag wird komplett abgeschrieben.

Erneut wurde bewiesen daß man mit einem schlechten Produkt richtig viel Geld verlieren kann während der Einäugige-unter-den-Blinden es scheffelt ohne Ende. Der lebt in hohem Masse von seiner Größe und von der Tatsache daß man „überall“ Mitspieler findet.

Wie also soll sich die Konkurrenz behaupten ? Da muss ich in der Zwischenzeit mal fragen „welche Konkurrenz ?“. Das modernste PvE MMO bleibt auch weiterhin Vanguard. Daneben gibt es noch ein LotRO und ein EQ2. Das wars (der Rest ist einfach zu klein). Das nächste PvE-MMO kommt 2011/2012 mit KotOR SW:ToR. Bis dahin muss ich mit dem PvE-Angebot leben oder aufhören MMOs zu spielen …

Luna

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Der wichtigste Markt der Welt

Letzthin gab es Quartalszahlen von Activision und Luna fand sie ganz spannend.

Im 3ten Quartal 2008 gab bezogen auf Regionen folgende Einnahmen:

  • 348 Mio US$ Europa
  • 295 Mio US$ Nord Amerika
  • 62 Mio US$ Asien
  • Damit ist nach Einnahmen Europa der wichtigste Markt der Welt, während die Gewinne aus Asien trotz Zonen mit hoher Kaufkraft wie Süd-Korea und Taiwan und des Massenmarktes der VR China noch immer unter „ferner liefen“ rangiert.

    Gleichzeitig ist aber wegen der hohen kulturellen Unterschiede auf kleinstem Raum Europa ein eher schwieriger Markt und nicht vergleichbar mit dem eher homogenen Amerika Markt.

    Unter dem Aspekt Stückzahlen halte ich Europa keinesfalls für den unangefochtenen Marktführer … da könnten sie sogar auf Platz 3 rangieren. Vielmehr ist es der Preis der Produkte und der starke Euro der die Bedeutung dieses Marktes ausmacht und dazu führt daß der europäische Kunde ein „wertvollerer Kunde“ ist als jeder andere auf der Welt.

    Sinkende Wechselkurse auf der einen und steigende Kaufkraft auf der anderen Seite werden dieses Bild mittelfristig ändern. Bis dahin tun die Firmen gut daran sich auf diesen Sachverhalt einzustellen (Beispiel: Lokalisation) und die Vielfalt Europas nicht zu unterschätzen. Weil Dinge die man in Frankreich tun kann, können in England absolute no-go sein … und umgekehrt.

    Luna

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    Mac-Version

    Auf buffed.de gibt es eine Mitteilung wonach das Nischenprodukt „City of H/V“ künftig auch in einer Version für Apples OSX daherkommt. Damit endet das Alleinstellungsmerkmal des Marktführers (wenn die die Lösung bei Eve-Online einmal außer Acht lasse, die nach meiner Kenntnis auch einer Emulation beruht).

    Ich habe Verständnis dafür daß Produkte die auf dem .bug .net Framework der Fa. Winzigweich beruhen sich nur mit Mühe portieren lassen. Andererseits hat sich DirectX 10 als eher schwachbrüstig erwiesen und selbst Spiele die mit DirectX 10 beworben werden erscheinen als DirectX 9 Version (AoC). Wäre es als vielleicht nicht sinnvoller wenn ich als Entwickler von Hause aus auf OpenGL setzen würde und damit mir meine Option auf eine Portierung auf eine Konsole offen halte ?

    Die Portierung nach OSX hält mir auch immer den Weg frei für eine Linux-Version. Entscheidungen wie die von NC Soft lassen mir die Hoffnung daß es mittelfristig doch Angebote gibt die „unabhängig“ vom verwendeten Betriebssystem laufen. Der Erfolg der ganzen Browser-Spiele basiert ua darauf daß sie von überall und mit jedem Gerät laufen.

    Und irgendwann einmal können wir unser Lieblings-MMO mit einem Netbook im Garten spielen während wir die Enkel beim Herumtollen beaufsichtigen 🙂

    Luna

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    Bye Bye Hellgate:London

    Das Spiel der Ex-Blizzard Mitarbeiter um Bill Roper bekommt jetzt auch ein offizielles Ende. Nach dieser Meldung werden die Server am 31.Januar 2009 abgeschaltet. Faktisch bleibt nur noch der Begriff „flagshipped“ für ein unfertiges Spiel über.

    Bitter, sehr bitter finde ich das.

    Gleichzeitig aber auch angemessen. Wer ein unfertiges Spiel zum Vollpreis verkauft und dann noch zusätzlich Abo-Gebühren abzocken möchte der muß auch einmal damit rechnen, daß er vom Markt die Quittung bekommt. Die Abo-Gebühr ist nicht wirklich beliebt und ich muss als Anbieter immer damit rechnen daß sie zum Tropfen wird, der das Faß zum Überlaufen bringt.

    Der derzeitige „Standard-Preis“ wird durch den Quasi-Monopolisten vorgegeben. Spielräume nach oben sehe ich höchstens für einzelne Nischenprodukte. Der Rest des Marktes ist gut daran beraten sich am Preis des Marktführers zu orientieren. Nicht nur das … ich muss auch mindestens genauso viel bieten, was gar nicht so leicht ist weil ein WoW einen 3 Jahre Content Vorsprung hat.

    Wenn eine Firma „LunaHexe Automotive“ heute ein Auto auf den Markt bringt dann kann ich mich auch nicht darauf berufen daß die andern Anbieter 110 Jahre Vorsprung hatten und ein Auto mit dem Stand 1898 bringen. Wir haben 2008 und mein Produkt muß heute und sofort wettbewerbsfähig sein. Und wenn mein Auto schlechter ist als das der Konkurrenz dann kann ich es nicht zum gleichen Preis verkaufen, sondern der Preis muss so attraktiv sein daß meine Kunden mein Auto trotz seiner Mängel kaufen.

    Einen Hellgate:London ist das leider nicht gelungen. Das Gesamt-Konzept hat am Ende beim Kunden nicht genug Punkte gemacht um eine Abschaltung der Server zu verhindern. Der nächste Wettbewerber muß sich überlegen ob er auch seine Entwicklungskosten aus dem Fenster hinaus werfen will oder ob er sein schwachbrüstiges Produkt nachbessert – wenn es gar nicht anders geht dann eben beim Preis.

    Ich erwarte erhoffe mittelfristig sinkende Abo-Preise in diesem Markt. Erst dann werden wir den Hauch von Wettbewerb spüren den dieser Markt so dringend braucht.

    Luna

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    Eingeordnet unter MMO-Allgemein, World of Warcraft

    Mord an einem Avatar

    In Japan hat eine 43-jährige Musiklehrerin die das dort beliebte „Maple Story“ spielt sich über die In-game Scheidung von ihrem Online-Ehemann aufgeregt – sich in dessen Account gehackt und dessen Char „ermordet“ (na gut, „nur“ gelöscht). Jetzt steht sie deshalb vor Gericht.

    gamestar.de
    Dulcinea

    Zwar hat der Geschädigte Strafanzeige wegen Mordes erstattet, das tatsächliche Verfahren wird sich allerdings nur um „Hacking“ und „Manipulation von Computer Daten“ handeln. Damit unterscheidet sich dieser Fall ganz erheblich von dem Fall aus Holland bei dem tatsächlich die Anlage (und die Verurteilung) wegen Diebstahls erfolgt ist.

    Ich würde den grenzdebilen Spammern die den /handel in WoW immer so vollmüllen gerne klar machen daß diese Verfahren keine Einzelfälle sind. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum – auch nicht in einer „MMO-Pixel-Welt“. Verhalten hat immer Konsequenzen. Die Umgebung hierzu kann sehr wohl eine virtuelle sein. Die Emotionen, Reaktionen und Entscheidungen (und damit auch die Auswirkungen) die die Spieler treffen die hinter diesen Avataren stehen sind das was sie immer sind … sehr sehr real.

    Luna

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    Eingeordnet unter Das echte Leben, MMO-Allgemein, World of Warcraft

    Ich würde ja Blut kotzen

    Ich würde ja Blut kotzen wenn ich Tigole oder Smedley wäre. Ein Gericht in Holland hat 2 Jugendliche wegen dem „Diebstahl virtueller Güter“ aus RuneScape zu gemeinnütziger Arbeit und Jugendstrafe verurteil berichtet Heise.de. Nach den aktuellen EULAs gehören die Gegenstände den Firmen und die können damit machen was sie wollen. Das Gericht in Holland sah das wohl etwas anders.

    Abgesehen von ein paar spektakulären Fällen aus China gibt es zu dem Thema ja bislang kaum Urteile. Nach meiner Kenntnis ist das der erste Fall in Europa bei dem virtuelle Gegenstände real existierenden gleichgestellt werden. Die EULAs (die nach meiern Meinung das Papier nicht Wert sind auf dem sie gedruckt werden) garantieren den Firmen alle Rechte an den viruellen Gütern – und sie mißbrauchen diese Rechte regelmäig bei Nerfs.

    In dem Augenblick wo die virtuellen Gütern den realen Gütern gleichgestellt sind kann ich als Kunde/Spieler auch gegenüber den Firmen meine Rechte geltend machen wenn diese meine virtuellen Güter schädigen. Besitz und Eigentum sind Grundrechte und werden seit Jahrtausenden durch entsprechende Gesetze geschützt. Wenn dieses Urteil kein Einzelfall bleibt dann werden die Spieler in ganz anderem Ausmaß als bisher ihre Rechte wahrnehmen können und der Willkürherrschaft der Firmen werden Grenzen aufgezeigt.

    Ich würde ja Blut kotzen wenn ich Tigole oder Smedley wäre …

    Luna

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    Klassenbeschreibungen

    Ich tue mir häufig schwer mit den Klassenbeschreibungen die die Firmen so erstellen weil diese derart aussagelos sind daß man auch würfeln kann für welche Klasse man sich entscheidet.

    Ein Beispiel dafür ist die Klasse Hauptmann, ein Plattenträger und die einzige Klasse die ab dem Start von LotRO ein 2H-Schwert tragen kann. Damit ist diese Klasse also eine reine DD-Klasse ? Nein, denn während des Spiels stellt man auf einmal fest wie die Klasse zum Supporter mutiert. Wollte ich einen Supporter spielen ? Schon wieder nein. Dann habe ich mit diesem Char meine Zeit verschwendet weil ich habe nicht bekommen was ich wollte.

    Ein anderes Beispiel für unklare Klassenbeschreibungen ist WaR. So schön diese ellenlangen Texte zu den Klassen waren, sie haben meine Vorstellungen von den Klassen nicht vertieft, sondern eher Äußerlichkeiten beschrieben. Erst als die Talentrechner erschienen sind hatte ich eine Vorstellung welche Klasse sich wie spielt.

    Das absolute Highlight bei schlechten Klassenbeschreibungen ist der Marktführer der den Priester einst als „Meister der Massenkontrolle“ auf seiner WebSite bewarb. Der dazugehörige AE-Sleep Zauber wurde aber noch während der Alpha aus dem Spiel entfernt (na gut nicht völlig entfernt – wer Wissen will wie der Zauber wirklich sein sollte der sollte in das rote Kloster gehen und sich anschauen was Whitemane so zaubert).

    Ein klares und sauberes Klassendesign ist nach meiner Meinung essentiell für ein MMO. Erstaunlicherweise punktet ausgerechnet bei den Klassen ein Vanguard. Vote schon wieder BloodMage 4 the best Class ever 🙂

    Luna

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    Eingeordnet unter LotRO, MMO-Allgemein, Vanguard, WaRhammer, World of Warcraft

    Ich frage mich ja immer …

    Ich frage mich ja immer wie schwer es ist Programmierer zu finden die nicht besoffen oder im Vollrausch ihres Drogenkonsumes zu Arbeit erscheinen. Ich fürchte die Antwort lautet „das ist sehr schwer“.

    Typisch für den Marktführer ist zB daß seine Progammierer zu dumm sind Variablen auszulesen und wiederzugeben, zu dumm einen String auszulesen und auszugeben und zu dumm eine Variable auszulesen und dieser eine abhängige Grafik zuzuordnen. (Beweis: WoW-Foren in denen LunaHexe seit 2 Jahren Stufe 60 ist, eine falsche Gilde angezeigt bekommt und bei der das Priester-Bild nicht der Stufe entspricht).

    Sooo furchtbar viel besser sind die Jungs bei Warhammer aber auch nicht. Da gibt es die Option Helm/Umhang auszublenden … und was passiert nach jedem Zonen-Wechsel, Sterben, Fliegen ? Der Haken wird munter ignoriert und angezeigt was nicht angezeigt werden soll. Ausblenden geht erst wieder wenn man das ausblenden de-aktiviert und dann neu aktiviert. Was ist so schwer daran eine Variable die nur 2 Zuständen haben kann (ja/nein) auszulesen und diesen Zustand richtig und fehlerfrei weiterzuverarbeiten ?

    Ich weiß programmieren ist ganz furchtbar kompliziert und weil es so ist ist es auch ganz „normal“ daß jedes Programm voller Fehler ist. Aber nüchtern zur Arbeit erscheinen würde auch helfen 🙂

    Luna

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    Eingeordnet unter MMO-Allgemein, WaRhammer, World of Warcraft

    Asoziale Spieler

    Im Buffed Forum gab es die Tage einen Beitrag von jemandem der sich darüber beschwert hat, das seit dem letzten WaR-Patch man nur noch „Bedarf“ würfeln kann, wenn man den Gegenstand auch tragen kann. Weil er es nicht bei einer einfach Beschwerde belassen kann, diffamiert er andere Spieler als „Whiner“.

    Daß er sich über sinnvolle Änderungen derart aufregt zeigt nach meiner Meinung deutlich daß die Zeiten für asoziale Spieler schwerer werden. Die Firmen konnten auf vernünftige Regularien zu Zeiten verzichten als der Markt ein Nischenmarkt war und man an einen Massenmarkt noch nicht denken konnten.

    Die Zeiten sind aber vorbei. Um so weniger Kellerkinder und Computer-Nerds spielen und um so mehr stattdessen normale Menschen um so mehr gelten auch die Regeln für Sozialverhalten die man im richtigen Leben erwarten kann. Und weil so mancher Grenzdebile glaubt das Internet sei ein rechtsfreier Raum bei dem er einmal so richtig „die Sau rauslassen kann“ braucht es geeignete vernünftige Lösungen um die schlimmsten Auswüchse einzudämmen.

    Der gute Textersteller träumt einer Zeit hinterher die so definitiv nicht wieder kommt.

    Luna

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    Eingeordnet unter MMO-Allgemein, WaRhammer

    Dummheit, Unfähigkeit, Inkompetenz – Teil 4

    Ich tue mir ja immer wieder schwer manche Wirtschaftsbranchen zu verstehen. Die MMO-Branche (und erweitert die EDV-Branche) gehört dazu. Ich persönlich war ja vom CD-Key Problem für die Vorbesteller-Spielzeit in WaR betroffen.

    Laut einem Bericht der Gamestar gibt es aber bis heute Kunden die mit ihrem normalen CD-Key auch nicht spielen können. Das gleiche Problem gab es schon bei AoC und dort wurden extra die Website geändert um neue CD-Keys anzufordern.

    Leute das kann so nicht sein !

    Was ist so schwer daran einen vernünftigen CD-Key zu liefern ? Und nein das fängt nicht erst bei der Gültigkeit an. Das beginnt schon bei der Lesbarkeit. Der aufgedruckte Code war auf meiner Warhammer CD ein … naja ich sage mal 5×8 Nadeldrucker Zeichensatz aus Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Daß man bei der Verwendung bestimmter Zeichen (O und 0, G und 6, I und l) nicht mehr erkennen kann was gemeint ist das erkennt doch ein 10jähriger. Dann muß man halt auch einmal den Vorkriegsdrucker (war der Krieg eigentlich 1970 schon vorbei ? Schwer zu sagen es ist ja so lange her 🙂 Ist vielleicht doch ein Nachkriegsdrucker, dann aber kurz nach dem Krieg) ausmustern und einen modernen Drucker kaufen der moderne Zeichensätze in hoher Auflösung und vielleicht sogar mit Serifen schreiben kann. Bestimmte Zeichen weglassen würde auch helfen.

    Aber daß Problem liegt tiefer. Insbesondere wenn man einen CD-Key direkt vom Anbieter bekommt und diesen mit Cuy&Paste kopiert und dann feststellt „nix geht“ ist klar … das Problem ist nicht der Kunde.

    Das Problem ist die Branche. Solange dort Dummheit, Unfähigkeit und Inkompetenz verbreitet sind darf man sich nicht wundern wenn so mancher lieber die Software illegal aus dem Internet (mit beiliegendem CD-Key Generator der garantiert gültige CD-Keys produziert) besorgt anstatt sich über teure Software aufzuregen bei der man den Hersteller auf Knien anflehen muss doch endlich einen gültigen CD-Key herauszurücken, damit man endlich seine monatliche Abo-Gebühr an ebendiesen abdrücken darf …

    Luna

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    Mimimi oder – wie diffamiere ich Kritiker ?

    Was für mich neu war als ich mit WoW im speziellen (und MMOs im allgemeinen) anfing war, daß man bei jeder sich bietenden Ungelegenheit ein „mimimi“ von einem grenzdebilen Fanboi entgegengehalten bekommt.

    *staunen*

    Gezielte Diffamierung als adäquater Umgang in einer Diskussion ?

    *nochmal staunen*

    Wenn ich könnte würde ich jeden 20jährigen Hauptschüler (hilfsweise jedem 8jährigen Spinner) der mir ein einzeiliges „mimimi“ entgegenhält eben wegen seiner Diffamierung anzeigen – nur die fehlenden Schutzvorschriften im StGB halten mich davon ab.

    Was ist denn so schwer daran auf Kritik differenziert und feinabgestimmt auf die jeweilige Betrachtung zu reagieren ? Es ist ja nicht so daß wirklich jedem der einem ein „mimimi“ entgegenhält die rhetorischen Fähigkeiten dazu fehlen. Manche könnten es sehr wohl wenn sie nur ihre rosarote Fanboi-Brille abnehmen würden und einmal über den Tellerrand hinaus … ups da liegt vielleicht das Problem.

    Der Blick über den Tellerrand erfordert schon einmal ein Eingeständnis daß es selbigen gibt und daß die rosarote Fanboi-Welt gar nicht so grenzenlos ist wie sie im Drogenrausch erscheinen mag. Die Reduktion auf ein schwarz/weiß Dasein in dem man entweder Freund ist oder aber Feind der mit allen Mitteln bekämpft werden muss gibt den Fanbois scheinbar Halt in einer immer komplizierter werdenden Welt. Jede Form von Kritik ist dann aber nicht nur ein „Angriff“ auf die jeweils heißgeliebte Welt sondern ein Versuch die Grundpfeiler des Selbstwertgefühls zu erschüttern.

    Ist „mimimi“ dann nur ein Ausdruck einer psychischen Störung ? Ich weiß es nicht, aber ich habe es „an sich“ aufgegeben mit solchen Leuten zu diskutieren. Trotzdem lasse ich ich keine Gelegenheit aus sie zu treten wenn ich die Chance sehe ihnen ihre rosarote Brille von der Nase zu schubsen.

    Habe ich schon gesagt daß ich „mimimi“ nicht leiden mag ? 🙂

    Luna

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    Der NGE-Patch

    Ab und an habe ich ja ein paar Assoziationen zwischen WotLK und NGE. Dabei habe ich NGE nicht persönlich erlebt sondern kenne es nur vom Hörensagen. Auch nur deshalb weil mich meine persönliche Suche nach Alternativen zu WoW relativ weit herumgetrieben hat.

    Von WoW-Spielern werde ich manchmal gefragt wer/was NGE denn war. Nun es war November 2005 als SOE (und LucasArts) sich entschlossen die umfangreichsten Änderungen in einem persistenten Online Spiel zu machen die es jemals gab. Ich linke einmal ein paar Quellen um aufzuzeigen wie genau das damals aussah:

    tobolds.blogspot.com
    New York Times
    Wikipedia
    Massively

    SOE hat niemals genaue Zahlen darüber veröffentlich wie derbe die Rückgänge bei den Spielerzahlen waren – die Gerüchte in den Foren sagen es waren 50%. Zu jener Zeit war WoW frisch auf dem Markt und hat neue Alternativen angeboten. Möglicherweise wäre der Schlag den SOE bekommen hat so nicht derbe gewesen wäre wenn sie auch weiterhin Monopolist gewesen wären.

    Aber NGE hat bewiesen es ist möglich – ich kann mein eigenes Spiel durch ein Zuviel an (durchaus sinnvollen) Änderungen selber gegen die Wand fahren – was eine ziemlich überraschende Erkenntnis ist bei etwas das vom Wandel und der Weiterentwicklung der Welt lebt.

    Unter diesen Umständen halte ich Dinge wie „Klassenumbau“ (zB Shadow mit TBC) oder umfangreiche Talentänderungen (wie jetzt mit WotLK) für sehr gefährlich. Der Grat zwischen Veränderungen und Kontinuität ist scheinbar ein sehr schmaler und man kann dabei sehr sehr derbe Abstürzen.

    Den Firmen selber ist das kaum zu vermitteln. Smedley (Chef von SOE) räumt zwar in der Zwischenzeit ein daß NGE ein Fehler war … ich denke diese Einsicht ist aber eher den wirtschaftlichen Auswirkungen als dem Respekt vor dem Spielern geschuldet. Würden die Firmen nicht selbstherrlich glauben die Spiele würden ihnen gehören, dann käme es gar nicht erst zu Entscheidungen wie NGE. Egal was 1000 EULAs sagen, die Charaktere gehören den Spielern. Hören diese auf ihre Figuren mit Leben zu erfüllen dann ist das Spiel nur noch eine tote Hülle. NGE hat dies bewiesen …

    Luna

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    Love it or Leave it

    Es gibt eine Entsprechung für die Kommentare der WoW-Fanbois „wenn es Dir nicht gefällt dann geh doch“ die weit älter ist als WoW selber. Schon in EQ1 gab es „love it or leave it“ und rückblickend ist genau das passiert.

    Im Zusammenhang mit dem Vanguard Desaster hatte Brad McQuaid gesagt daß die Zielgruppe die 2 Mio Ex-Kunden von EQ1 gewesen seien die man mit einem „Old-School“ MMO hatte ansprechen wollen. Waren die 2 Mio eigentlich alles zufriedene Kunden ? Oder war es nicht vielleicht so daß sie kurz hineingeschaut haben, nur teilweise zufrieden waren und wieder gegangen sind ?

    Richtig ist sicherlich daß die Kunden von SOE eine höhere Zufriedenheit haben (Ausnahme: SWG) als die Kunden in den meisten anderen Spielen. Gleichzeitig ist/war SOE aber einer der meistgehassten MMO-Anbieter. Die Hasskommentare die man in US Foren teilweise auch noch Jahre danach liest nachdem der Kunde aufgehört hat Kunde bei SOE zu sein sind … ganz ordentlich. Dabei hat sich bei SOE einiges getan, ich persönlich habe recht gute Erfahrungen mit ihnen gemacht (auch wenn ihre Entscheidungen zur Lokalisation ihrer Spiele auch weiter unverständlich bleiben).

    „Love it or Leave it“ ist eine Frage des Umgangs miteinander. Respektiere ich abweichende Meinungen oder gar Kritiker oder diffamiere ich sie und sorge dafür daß der MMO-Anbieter sie als Kunden verliert. Ich denke im Falle von SOE hat „love it or leave it“ dazu beigetragen daß SOE niemals den Massenmarkt erreicht hat obwohl sie jahrelang Marktführer waren.

    Ich bin gespannt welche Schäden es bei Aktbild-SchneeSturm hinterläßt sobald ein Anbieter auftaucht der wettbewerbsfähig ist …

    Luna

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